Fotograf fühlt sich von Rechten bedroht

Grünen-Landtagsabgeordneter Stefan Wenzel: Stadt Göttingen soll Urteil akzeptieren

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Stefan Wenzel: Er fordert, dass die Stadt das Urteil akzeptiert. 

Der Göttinger Abgeordnete Stefan Wenzel (Grüne) fordert die Stadt Göttingen auf, das Urteil des Verwaltungsgerichts zur Auskunftssperre im Melderegister zu akzeptieren und den Antrag auf Zulassung einer Berufung zurückzuziehen.

Göttingen – Der Fotograf sei unzweifelhaft persönlich bedroht und auch schwer verletzt worden. Eindeutiger könnte die Sachlage kaum sein, sagte Wenzel. Persönlichen Angriffen und Bedrohungen müsse entschieden entgegen getreten werden. Dem sei auch die Stadt verpflichtet.

Überfällig sei der Prozess gegen die Personen, die die beiden Fotografen vom Grundstück eines bekannten NPD-Funktionärs aus angegriffen hätten. Die Tat liegt schon mehr als zwei Jahre zurück, bemängelte der Grüne Landtagsabgeordnete.

Der Fotograf war im April 2018 bei einem gewalttätigen Angriff von Rechtsextremisten am Wohnort des stellvertretenden NPD-Bundesvorsitzenden Thorsten Heise in Fretterode (Thüringen), nahe der Landesgrenzen zu Niedersachsen und Hessen, schwer verletzt worden. Der Kläger hatte mit einem Kollegen in der Nähe von Heises Anwesen fotografiert und gefilmt. Dann waren sie von zwei Männern verfolgt und attackiert worden. Dabei hatte der Kläger einen Schlag mit einem langen Schraubenschlüssel auf den Kopf abbekommen, sein Begleiter eine Schnittverletzung am Bein. Die Folge für den Kläger laut Angeben des Anwalts waren der des Stirnknochens.

Die beiden mutmaßlichen Angreifer müssen sich demnächst wegen schweren gemeinschaftlichen Raubes, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung vor dem Landgericht Mühlhausen verantworten.  tko/pid

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