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Grundschüler aus dem Kreis Göttingen verbringen einen „Glückstag“ im Wald

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Von: Melanie Zimmermann

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Die Grundschülerinnen und Grundschüler aus Mingerode verbrachten einen ereignisreichen Tag im Wald.
Auf der Suche nach Glücksmomenten: Die Grundschülerinnen und Grundschüler aus Mingerode verbrachten einen ereignisreichen Tag im Wald. © Caritas Südniedersachsen/nh

Auf der Suche nach Glücksmomenten: Die Grundschule Mingerode hat mit der Caritas einen Projekttag zum Thema Glück organisiert.

Mingerode – Was macht eigentlich alles glücklich? Dieser Frage gingen nun 56 Schülerinnen und Schüler aus Mingerode im Landkreis Göttingen während eines Projekttags im Wald nach. „Statt mit dem Stift auf den Linien der Schulhefte zu balancieren, balancierten die Kinder beispielsweise in luftiger Höhe über eine Seilbrücke“, berichtet Michael Schiwon aus der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Caritas Südniedersachsen. Gemeinsam mit dem Kollegium der Grundschule hat er die erlebnispädagogischen Projekttage geplant und umgesetzt.

„Wir wollten den Kindern etwas an die Hand geben, das ihnen helfen kann, besser durch Krisen zu kommen. Davon gab es in den vergangenen Jahren schließlich genug“, erzählt Schulleiterin Antje Kopp. Sie war auf die Projektidee gekommen, als im Landkreis Göttingen die Webseite „Glücksmomente für Kinder, Eltern und Familien“ eingerichtet wurde, an der sich auch die Caritas beteiligt.

Grundschüler aus Mingerode beschäftigen sich bei Projekttag mit dem Thema Glück

„Während der Lockdown-Zeiten haben wir online begonnen, alltagsnahe Impulse für das Glück von Familien zu sammeln“, erklärt Schiwon. Für den Projekttag wurde ein regelrechtes „Glücksrezept“ mit sechs Zutaten entwickelt. Dazu gehörten:

„Somit veranstalteten wir unser Glücksspektakel draußen“, erklärte Schiwon die logische Konsequenz aus dem „Glücksrezept“. Der passende Ort war schnelll gefunden: Es wurde der durch ehrenamtlich Helfende liebevoll gestalteten Grillplatz unweit von Mingerode. Der Platz verfügt über ein Tipi, eine Grillhütte, eine Feuerstelle und eine große Schlucht am Bach.

Um zu lernen, gemeinsam Ängste zu überwinden, wurde dort ein „Tanz auf der Slackline in über drei Metern Höhe“ angeboten. „Das forderte die Kinder heraus, aber erfüllte sie und auch uns Lehrerinnen mit Stolz. Die Kinder motivierten sich gegenseitig, keiner wurde ausgelacht und persönliche Grenzen wurden akzeptiert“, erzählt Lehrerin Alexandra Frost.

Projekttag fördert die Auseinandersetzung mit Themen wie Vertrauen und Philosophie

Auf einer Wiese unweit der Schlucht ging es etwas ruhiger zu. Dort waren die Kinder damit beschäftigt, sich im gegenseitigen Vertrauen zu schulen und ganz praktisch zu erfahren, was es heißt, in andere zu vertrauen und Vertrauen zu geben. Zudem konnten die Kinder einen Glücksbringer basteln, der sie immer wieder an das Glück in den kleinen Dingen erinnern soll.

Auch im Tipi war Leben: „Gemütlich und vom Wetter geschützt, lauschten die Kinder Geschichten, die zum Philosophieren über das Glück einluden“, berichtet Erlebnispädagoge Schiwon. Zwischen den Aktionen sei noch genügend Zeit geblieben „für Entdeckungen an diesem abenteuerlichen Ort“.

Das Konzept für den Projekttag ist für die Organisatoren „voll aufgegangen“. Die Kinder seien selbst Tage danach noch ausgeglichen gewesen. Dabei habe alle Beteiligten besonders eine Frage beschäftigt: Wann starten wir das nächste Glücksprojekt?

Wer neugierig auf soclhe und weitere Glücksmomente geworden ist: Neue Anregungen werden regelmäßig auf gluecksmomente-landkreisgoettingen.de veröffentlicht. Die Beiträge stammen aus den Familienzentren und von den Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche und Eltern im Landkreis Göttingen. (mzi)

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