Güntzlers Dialog zum Schweigen der Mitte: Lesung mit Markus Nierth

Brandheißes Thema: Der ehemalige Bürgermeister von Tröglitz, Markus Nierth hat mit Juliane Streich das Buch „Brandgefährlich“ geschrieben. Er liest daraus am Donnerstag im DT-Keller. Foto: dpa

Göttingen. Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) hat sich für seine Reihe „Fritz im Dialog“ einen interessanten Gast eingeladen: Am Donnerstag, 2. März, ab 19 Uhr wird im Keller des Deutschen Theaters Markus Nierth aus seinem Buch „Brandgefährlich“ lesen.

Nierth war Bürgermeister der Gemeinde Tröglitz in Sachsen-Anhalt. Er hatte sich in seiner Gemeinde für die Unterbringung von Flüchtlingen eingesetzt. Dagegen regte sich Widerstand, auch gesteuert von NPD-Aktivisten und fremdenfeindlichen Bürgern.

Als eine rechtsextreme Demonstration vor dem Haus von Nierth vorbeiziehen sollte, sah er sich und seine Familie derart bedroht, dass er sein Amt niederlegte. Nierth wohnt aber weiterhin in Tröglitz.

2016 wurde fast täglich ein Angriff gegen Amts- und Mandatsträger begangen. Neunmal verübt von Tätern, die der linken Szene zugeordnet werden konnte. In 212 Fällen kamen die Täter aus dem rechten Umfeld. In 93 Fällen konnten die Taten keiner bestimmten Person zugeordnet werden.

Hinzu kamen 144 Angriffe gegen ehrenamtliche Helfer oder Organisationen, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Dabei konnte ein linker Täter und 127 rechte Täter identifiziert werden.

Fritz Güntzler möchte in seiner Veranstaltung der Frage nachgehen, ob die These richtig ist, dass die Mitte der Gesellschaft zu diesen Fällen schweigt und ihre Funktion als Gegengewicht zum extremistischen Rand nicht mehr wahrnimmt und ob dies die Extremisten von rechts und links bestärkt.

Anmeldung unter www.fritz-guentzler.de/online; Mail: fritzguentzler.wk@bundestag.de; Tel. 0551/73888. Buchverkauf ab 18 Uhr im DT. (tko)

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