Zeugen gesucht 

Von Hann. Münden nach Hamm: Ein rätselhaftes Auto - Polizei sucht Zeugen 

Dieser Mercedes wurde von der Polizei im westfälischen Hamm sichergestellt. Er war zuletzt auf einen Mann aus Hann. Münden zugelassen.
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Dieser Mercedes wurde von der Polizei im westfälischen Hamm sichergestellt. Er war zuletzt auf einen Mann aus Hann. Münden zugelassen.

Ein mysteriöser Fall: Bei Hamm wird ein abgemeldeter schwarzer Mercedes im Graben gefunden. Der Vorbesitzer stammt aus Hann. Münden. Die Polizei sucht Zeugen. 

Hann. Münden/Hamm – Die westfälische Großstadt Hamm, Tor zum Ruhrgebiet, und die kleine Dreiflüssestadt Hann. Münden in Südniedersachsen verbindet sonst eher wenig. Ein mysteriöser Fall um einen Mercedes im Straßengraben, den die Hammer Polizei derzeit beschäftigt, könnte das nun ändern. Aber der Reihe nach:

Wie der westfälische Anzeiger in Hamm berichtet, wurde mitten in der Nacht, gegen 2.20 Uhr die Polizei in den Hammer Ortsteil Pelkum gerufen. Dort entdeckten die Beamten einen blauen Mercedes E270 im Straßengraben. Die Warnblinker leuchteten. Die Kennzeichen an den Stoßfängern fehlten. Das Auto war – abgemeldet.

Hamm: Schwarzer Mercedes in Graben gefunden 

Stattdessen fanden die Polizisten einen wenige Tage zuvor angebrachten Aufkleber der Stadt Bergkamen. Auf diesem stand geschrieben, dass das Auto aus dem öffentlichen Raum entfernt werde müsse, da es abgemeldet sei.

Aber es wurde noch rätselhafter: Da das Fahrzeug allem Anschein nach stillgelegt war und Kennzeichen fehlten, suchten die Ermittler über die sogenannte Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) nach einem Halter – und wurden fündig: Zuletzt registriert ist ein 79-jähriger Mann aus Hann. Münden. Die Beamten bezweifeln jedoch, dass dieser Mann den Wagen selbst ins 190 Kilometer entfernte Hamm gefahren hat.

Schwarzer Mercedes in Hamm: Vorbesitzer kam aus Hann. Münden 

Sie glauben eher daran, dass das Auto verkauft worden sein könnte und dann beispielsweise per Autotransporter ins Ruhrgebiet gelangt sein könnte, wie ein Polizeisprecher in Hamm gegenüber unserer Zeitung erklärt. Hinweise darauf, wie der Mercedes nach Hamm gelangt sein könnte, lieferte der Polizei ein 26-jähriger Autofahrer aus Castrop-Rauxel: Dieser hatte den Wagen bereits in der Nacht entdeckt und war zweimal an der Fundstelle vorbeigefahren.

Beim ersten Mal habe der Wagen laut Westfälischem Anzeiger „normal“ am Straßenrand gestanden.

Polizei in Hamm: Jugendliche werden gesucht

Zwei Jugendliche, ein Junge und ein Mädchen, die der Zeuge auf 15 bis 17 Jahre geschätzt habe, hätten neben dem Fahrzeug gestanden. Zudem sei ein dunkler, möglicherweise unbesetzter Kleinwagen vor Ort gewesen.

Der 26-Jährige habe bei den beiden jugendlichen angehalten und gefragt, ob es ein Problem gebe und er helfen könne. Das hätten diese verneint.

Zehn Minuten später habe der Castrop-Rauxeler die Stelle ein zweites Mal passiert. Dieses Mal habe der Mercedes mit eingeschalteter Warnblinkanlage zur Hälfte im Graben gestanden. Die Jugendlichen seien indes verschwunden gewesen.

Der Zeuge habe daraufhin die Polizei alarmiert. Die Beamten hätten keine Beschädigungen am Zündschloss des Autos gefunden. Daher wird vermutet, dass das Auto mit Originalschlüsseln gefahren wurde. Auch Unfallschäden seien nicht zu finden gewesen. Die Hammer Polizei vermutet, dass der Wagen beim Versuch zu wenden, in den Graben geriet.

Hamm: Wie gelangte der Mercedes von Hann. Münden nach Hamm-Pelkum?

Die Polizei Hamm fragt sich bis heute, wie der ursprünglich aus Hann. Münden stammende Mercedes nach Pelkum gelangte. Sie sucht weiterhin die beiden Jugendlichen, die neben dem Auto standen. Der Junge soll 1,70 Meter groß sein.

Er soll mit einem südländischen Akzent gesprochen und dunkel bekleidet gewesen sein. Die Begleiterin des Jungen soll laut Polizei Hamm braune, schulterlange Haare haben und in der Nacht eine graue Kapuzenjacke und schwarze Hose getragen haben. Hinweise zu dem Fall nimmt die Polizei Hamm unter Telefon: 02381/9160entgegen.

Hann. Münden: Wer kennt die Geschichte hinter dem schwarzen Mercedes? 

Wenn Sie als Leser Ihr Fahrzeug erkennen, es verkauft haben und uns vielleicht Ihre Geschichte erzählen möchten, erreichen Sie uns in der Redaktion unter: 05541/983918.

Von Thomas Schlenz und Frank Lahme 

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