Weihnachtsgeschäft: Erste Bilanz für Niedersachsen und Bremen

Handel in Niedersachsen ist zufrieden: höherer Umsatz als 2016 - Heiligabend öffnen nur kleine Läden

Volle Straßen: Vor dem Bahnhof in Hannover herrschte am letzten Einkaufstag vor Heiligabend – am Samstag – reger Fußgängerverkehr. Die Händer ziehen schon eine positive Bilanz – der Umsatz im Weihnachtsgeschäft ist im Vergleich zu 2016 gestiegen. Foto: dpa

Hannover/Göttingen. Die Einzelhändler sind zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft. In Niedersachsen wurden bis einen Tag vor Heiligabend rund neun Milliarden Euro umgesetzt.

Diese Zahl nannte der Geschäftsführer des Handelsverbandes Niedersachsen-Bremen (HNB), Hans-Joachim Rambow, am Samstag.

Das sei eine Steigerung von etwa 2,5 Prozent gegenüber 2016. Auch in Bremen gab es demnach ein kleines Plus: Der Umsatz beträgt dort 2017 rund 858 Millionen. 2016 waren es rund 8 Millionen weniger gewesen.

Einen Teil davon setzen die Einzelhändler mittlerweile auch in eigenen Onlineshops um. In Niedersachsen beträgt der Anteil laut Rambow etwa 1,1 der 9 Milliarden Euro; in Bremen 97 der 858 Millionen Euro. Das ist Rambow zufolge ein gutes Zusatzgeschäft für die Einzelhändler zu ihren Läden in den Innenstädten.

Weil auf den letzten Drücker im Internet bestellte Waren wohl nicht mehr pünktlich zum Fest ankommen, haben viele Last-Minute-Einkäufer am Samstag auf den Gang ins Geschäft gesetzt.

Renner im Weihnachtsgeschäft im Norden sind nach wie vor die Klassiker: Spielwaren und -konsolen, Bücher, Elektronikprodukte, Uhren, Schmuck und Parfüm. Gerne zugegriffen werde derzeit bei Tablets, Smartphones sowie Fitnesstrackern und Smartwatches, erklärt der Experte. Auch das Thema Smart Home sorge für gute Umsätze.

„Obwohl die Adventszeit in diesem Jahr kürzer war als in früheren Jahren, sind die Geschäfte gut gelaufen“, beschreibt der HNB-Geschäftsführer. Vor allem am Donnerstag und Freitag vor dem vierten Advent seien die Fußgängerzonen größerer Städte voll gewesen, sagt Rambow. Der letzte Shoppingtag ist diesmal der 23. Dezember gewesen. Denn Heiligabend fällt auf einen Sonntag und in Niedersachsen sind verkaufsoffene Sonntage an Heiligabend per Gesetz verboten.

Nur Bäcker und kleine Einkaufsmärkte dürfen landesweit an Heiligabend bis 14 Uhr öffnen. Auch Blumenläden dürfen für maximal drei Stunden verkaufen. Einzelhändler und Kaufhäuser müssen den ganzen Tag über geschlossen bleiben. Sonst drohen ihnen empfindliche Bußgelder. (dpa/tko)

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