Land hat einen neuen Feiertag

1000 Veranstaltungen am Reformationstag in Niedersachsen

Das Lutherdenkmal in Wittenberg: Ein Jahr nach dem 500. Jubiläum ist der Reformationstag gesetzlicher Feiertag im Norden. Foto: Friedrich Stark/epd

Hannover. Mit mehr als 1000 Gottesdiensten und Veranstaltungen feiern die Kirchengemeinden der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover den Reformationstag.

Im Sommer haben die Länder Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg beschlossen, den Reformationstag als gesetzlichen Feiertag einzuführen, nachdem er im vergangenen Jahr zum 500. Jahrestag der Reformation einmalig ein gesamtdeutscher gesetzlicher Feiertag gewesen ist.

„Mit dem Reformationstag bekommt Niedersachsen einen Feiertag, der in seiner Gestaltung herausfordernd ist und große Chancen bietet, aber auch unbequem sein kann“, sagt der Ratsvorsitzende der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Landesbischof Ralf Meister.

Die Kirche wolle den 31. Oktober religionsübergreifend, ökumenisch und weltoffen begehen und sich kritisch mit den theologischen Irrtümern der Reformatoren auseinandersetzen. „Wir wollen in Veranstaltungen und Gottesdiensten in ganz Niedersachsen über unser gesellschaftliches Miteinander ins Gespräch kommen“, sagt Meister.

Zusätzlich zu den Gottesdiensten gibt es in Kirchengemeinden der Landeskirche auch Diskussionsveranstaltungen, Ausstellungen, Konzerte, ökumenische und interreligiöse Begegnungen. Ein wichtiges Anliegen sei dabei der Austausch mit anderen gesellschaftlichen Gruppen, ökumenischen Partnern oder anderen Religionsgemeinschaften.

Landesbischof Ralf Meister wird im Festgottesdienst zum Reformationstag um 10 Uhr in der Marktkirche Hannover predigen. Die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen lädt am Mittwoch um 15.30 Uhr zu einem Empfang ins Alte Rathaus in Hannover ein. Den Festvortrag hält der Jurist und Rechtsphilosoph Prof. Dr. Horst Dreier (Würzburg). Ministerpräsident Stephan Weil spricht ein Grußwort. (tko)

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