Mlodoch-Kolumne aus Hannover: Lichter, Pulver-Schnee und Richtfest

Göttingen/Hannover. Die Woche in Hannover: Unser Korrespondent Peter Mlodoch fasst das Geschehen – auch abseits des Landtags – zusammen.

Ideen-Expo und Drogen: Die bei jungen Leuten extrem beliebte Mitmach-Ausstellung Ideen-Expo muss aufpassen, dass sie nicht die Drogenfahndung oder gar den Staatsschutz auf den Plan ruft. Als weihnachtliche Grüße verschicken die Macher der Technik-Schau in Hannover derzeit „eine Tüte Schnee von morgen“ – ein Plastiksäckchen mit einem weißen Pulver. Dieses weckt automatisch Assoziationen an eine Portion Kokain oder – schlimmer – an einen Bio-Kampfstoff. Das Kleingedruckte klärt dann aber auf, dass es sich um Natrium-Polyacrylat handele, einen so genannten Super-Absorber, der eine hohe Menge Flüssigkeit aufnehmen könne: „Mit Wasser vollgesaugt, fühlt sich das Pulver tatsächlich an wie Schnee.“ Fröhliches Experimentieren.

LED-Lichterketten: Passend zur Adventszeit warnt der parteiübergreifende „Parlamentskreis Energieeffizienz“ des Bundestages vor stromfressenden Lichterketten und Co. „Das kostet den Privathaushalt nicht nur mehr, sondern ist auch schlecht für die Umwelt.“ Die niedersächsischen Abgeordneten Carsten Müller (CDU), Johann Saathoff (SPD) und Julia Verlinden (Grüne) sowie ihr Linken-Kollege Ralph Lenkert aus Thüringen raten stattdessen zu LED-Lämpchen: „Diese verbrauchen nicht nur weniger Strom und schonen das Klima, sie haben auch eine höhere Lebensdauer und die gleichen Beleuchtungseffekte.“ Mehrkosten würden also durch eine bessere Effizienz schnell ausgeglichen. Aber auch bei LED gelte, so fügen die Energiesparexperten an: „Ausschalten in der Nacht nicht vergessen.“

Plenarsaal-Richtfest: Auch Richtfeste müssen mit der Zeit gehen. So lud denn Niedersachsens Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) bei der Feier zur Fertigstellung des Rohbaus für den neuen Plenarsaal nicht nur zur traditionellen Erbsensuppe mit Würstchen. Der Hausherr gab sich modern und bedachte auch jene Besucher, die mit fleischlichen Genüssen weniger zu tun haben wollen. Die vom Parlament angeheuerten Caterer von der Kantine der Justizvollzugsanstalt Burgdorf servierten neben dem Klassiker also auch „vegetarischen Kartoffelsalat“ sowie Gemüsebratlinge. Welche Stände besser besucht waren, das ist allerdings nicht überliefert.

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