Notizen aus der Landeshauptstadt

Splitter: Kaum Minister in der Karwoche im Dienst

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Peter Mlodoch, Korrespondent in Hannover

Hannover – Die verkürzte Arbeitswoche vor Ostern ließ die Aktivitäten des Politbetriebs in Hannover auf ein Minimum sinken.

Nur Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und die Minister Reinhold Hilbers (CDU, Finanzen), Olaf Lies (SPD, Umwelt) und Barbara Otte-Kinast (CDU, Landwirtschaft) befanden sich offiziell im Dienst. Dennoch brachte die Regierung die Besoldungserhöhung für Beamte auf dem Weg. Der wichtige fiel aber nicht wie sonst während einer regulären Kabinettssitzung am gewohnten Dienstag. Sondern schon am Montag und dann auch noch im „Umlaufverfahren“. Die Ressortchefs bekamen den Entwurf zugeschickt und bekundeten schriftlich ihr „Ja“.

Zerhackte Faxe

Das Verwaltungsgericht Hannover erstaunte kurz vor mit einer ungewohnten Meldung: Es ging nicht um Urteile oder Entscheide, sondern um eine neue Fax-Nummer. Juristische Schriftsätze möge man nicht mehr an den Anschluss mit der Vorwahl 0511, sondern an die 05141 schicken, bat das Gericht eindringlich. Die bisherige Nummer sei technisch instabil, erklärte Richter Burkhard Lange. „Dadurch kommen etliche Faxe hier zerhackt an.“ Von der neuen Vorwahl – die von Celle – solle man sich aber nicht verwirren lassen. Dort befinde sich der zentrale Fax-Server der Justiz; die für Hannover bestimmten Schreiben würden in digitaler Form weitergeleitet. Zeitverluste entstünden nicht: „Kein Wachtmeister muss nach Celle fahren und die Schriftsätze dort abholen.“

Darf er das?

Seit Jahren foppt der Fotograf Uwe Stelter die Welt mit Postkarten, die Gebäude aus Hannover einfach anderen Städten zuordnen. Das Welfenschloss landet in London; der schwarze Block des Sprengel-Museums findet sich in Teheran wieder; der Expo-Wal taucht in Neuseelands Hauptstadt Auckland auf. „Das sind aber keine Fake-News“, erklärte Stelter in der „Hannoverschen Allgemeinen“. Er sei kein Journalist, sondern Künstler. Mit seinen Werken wolle er die Internationalität Hannovers zeigen. In vielen der 85 Orte, denen er den Look seiner Heimatstadt verpasst hat, war der Fotograf noch nicht. „Insgeheim habe ich immer gehofft, dass die Stadt Hannover mir mal eine Reise dorthin spendiert.“

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