Nicht sicher, ob Wolf Verursacher ist

Untersuchung läuft: Riss Wolf in Südniedersachsen Rinder?

Fuhrbach/Hannover. Hat ein Wolf ein Rind bei Fuhrbach bei Duderstadt vor etwa drei Wochen gerissen und ist für einen ähnlichen Vorfall bei Förste im Landkreis Osterode verantwortlich?

Diesen Fragen geht derzeit das Niedersächische Wolfsbüro nach. Das bestätigte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), das das Wolfsbüro betreibt, auf Anfrage. Allerdings ist völlig offen, wie die Überprüfung am Ende ausgeht.

Daher sei es nicht sicher, ob ein Wolf überhaupt der Verursacher ist. Möglicherweise ist die Untersuchung in der kommenden Woche abgeschlossen, deutete ein Sprecher des NLWKN auf Nachfrage an.

Landesbetrieb ist zuständig

Der Landesbetrieb ist in Niedersachsen für die amtliche Bewertung von Wolfsvorkommen und -verhalten, die amtliche Dokumentation und Sicherung des Datenbestands der Wolfssichtungen zuständig. Durch einen genetischen Fingerabdruck, den das Wolfsbüro in Auftrag gibt, ist das jeweilige Tier eindeutig identifizierbar.

Außerdem sind dadurch Aussagen über seine Verwandtschaftsbeziehungen zu den bereits in Niedersachsen, in anderen Bundesländern sowie in Westpolen nachgewiesenen Tieren, zu seiner Herkunft und zum Wanderverhalten getroffen werden. Der Wolf steht übrigens unter Naturschutz.

Für den für den Landkreis Göttingen zuständigen Wolfsberater Jörg Behling wäre es nicht überraschend, wenn ein Wolf in Südniedersachsen auftauchen würde.

Hintergrund

 In Nordhessen war vor einiger Zeit ein Tier überfahren worden, dass aus dem Norden Niedersachsens stammte. Das hatte eine genetische Untersuchung ergeben. Das Tier muss eine größere Entfernung zurückgelegt haben. 

Kontakt: Wolfsbüro des NLWKN, Göttinger Chaussee 76 a, 30453 Hannover, Tel. 0511/3034-3034.

www.der-wolf-in-niedersachsen.de

Rubriklistenbild: © dpa

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