Peter Mlodoch über die Woche in Hannover

Video-Botschaft vom Weihnachtsmarkt

Korrespondent in Hannover: Peter Mlodoch. Foto: nh

Göttingen/Hannover. Die Woche in Hannover: Unser Korrespondent Peter Mlodoch fasst das Geschehen – auch abseits des Landtags – zusammen.

Gruß mit Glühwein: Jetzt probiert es Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) auch per Video-Botschaft via Facebook und Youtube. „Schöne Grüße vom Weihnachtsmarkt in Hannover“, ruft er dort dem ehemaligen Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) zu. „Jetzt stehe ich hier, ein Becher Glühwein für Sie, uns Sie sind nicht da.“ Hintergrund: Friedrich hatte vor einem Jahr vor laufenden TV-Kameras in Wildbad Kreuth behauptet, dass „ein niedersächsischer Ministerpräsident die Weihnachtsmärkte abschaffen“ wolle. Weil („Ich bin fast vom Sofa gefallen“) hatte damals empört den Unions-Fraktionsvize zur Entschuldigung aufgefordert, ihn aber gleichzeitig zu einem gemeinsamen Besuch eines Weihnachtsmarktes eingeladen. Bis heute allerdings hat Friedrich darauf nicht reagiert.

Nachwuchsarbeit: Großzügig ehrten die Grünen die Nachwuchsarbeit bei den anderen Fraktionen. Für sein kürzlich geborenes zweites Mädchen erhielt der FDP-Abgeordnete Jan-Christoph Oetjen neben einen „Beruhigungs-Schnuller“ auch eine Art grüner Strampelanzug mit der Aufschrift „Le Chef, c’est moi!“ (Der Chef bin ich). Zuvor hatte sich der mit einer Französin verheiratete Sottrumer mit dem Grünen-Kollegen Thomas Schremmer in der Debatte ein Frage-Antwort-Spielchen über „La Kreditwesengesetz“ geliefert. Mit einem Geschenk bedachten die Grünen auch die SPD-Fraktionsvorsitzende Johanne Modder, die zum dritten Mal Oma geworden ist. Der kleine Enkel bekam ebenfalls einen grünen Strampler, diesmal allerdings mit der Aufschrift „Chefin-Enkel“

Verwechslung: Manch Namens-Verwechslung kommt nicht ungelegen. In der Justizdebatte sprach der CDU-Abgeordnete Otto Deppmeyer seinen Grünen Kollegen Helge Limburg mit „Herr Limbach“ an und löste damit eine Korrektur von Landtagsvizepräsident Klaus-Peter Bachmann (SPD) aus. Limburg selbst freute sich dagegen ungemein. „Das ehrt mich sehr“, rief der gelernte Jurist fröhlich dazwischen. Kein Wunder: Der Versprecher rührt wohl von Jutta Limbach her, der ehemaligen Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts. (ymp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.