Herausforderung für Händler: Mit Smartphone zum Einkauf

Das Smartphone ist beim Bummel dabei: Immer mehr Kunden wünschen sich deshalb kostenloses, drahtloses Internet. Das Bild zeigt die Weender Straße in Göttingen. Foto: Geier

Göttingen. Immer mehr Kunden nutzen das Smartphone für ihre Einkäufe und zur Information vorab. Darauf sollten sich Einzelhändler in der Innenstadt einstellen, um potenzielle Kunden zu locken.

Das wurde in dieser Woche bei einem Treffen von Göttinger Einzelhändlern deutlich. Dort wurden vom Handelsverband Hannover Ergebnisse einer aktuellen Kundenbefragung vorgestellt.

Online-Einkauf verändert das Einkaufsverhalten: Immer mehr Kunden nutzen Smartphone und Internet, um sich vorab über Preise und Angebote zu informieren, kommen ins Geschäft und haben zum Teil einen Informationsvorsprung vor dem Personal. Folge: Die Beschäftigten in den Geschäften müssen auf dem neuesten Stand sein.

Kostenloses Internet: Viele Kunden wünschen sich für die bessere Nutzung ihrer Smartphones kostenloses, drahtloses Internet (W-LAN). In Göttingen gibt es eine Initiative, die freies W-LAN an vielen Punkten anbietet.

Geschäfte müssen im Internet sichtbar sein: Aus Sicht des Handelsverbandes kommen Geschäfte heute nicht mehr umhin, sich im Internet zu präsentieren. „Sie müssen sichtbar sein“, brachte es Hauptgeschäftsführer Ullrich Thiemann auf den Punkt.

Bekleidung und Lebensmitteleinzelhandel sind Kundenbringer: Insbesondere in größeren Städten ist die Textilbranche der Anziehungspunkt für Kunden, obwohl viele schon im Internet kaufen. In kleineren Städten hat der Lebensmitteleinzelhandel dagegen eine große Bedeutung als Kundenbringen.

Mietpreise für Gewerbeobjekte: Immobilienbesitzer müssen Verantwortung für die Innenstadt übernehmen. Für Göttingen heißt dies aus Sicht der Einzelhändler konkret, dass die Ladenmieten nicht in astronomische Höhen steigen dürfen.

Freizeit in der Innenstadt: Neben dem Einkauf wird es für viele Besucher immer wichtiger, Freizeit in der Innenstadt zu verbringen - zum Beispiel Gastronomiebesuch. Göttingens Bürgermeisterin Helmi Behbehani (SPD) sieht in diesem Bereich eine große Stärke von Göttingen. „Sogar aus Kassel kommen Leute hierher.“

Innenstadt muss erreichbar sein: Die Besucher der Innenstädte kommen nur zur Hälfte aus der jeweiligen Stadt. Das weist auf zum Teil lange Anfahrtswege hin. Deshalb muss man die Innenstadt gut erreichen können - auch mit dem Auto. Das führt zu einer höheren Passantenfrequenz und damit zu mehr Umsatz in den Geschäften.

Für die Analyse gab es in über 60 Städten in ganze Deutschland im September vergangenen Jahres Befragungen. Aus der Region nahmen unter anderem Witzenhausen, Kassel, Rotenburg, Bebra und Rotenburg daran teil. http://zu.hna.de/handeltest14

Göttinger Freifunk-Initiative bietet kostenloses W-LAN

Wer kostenlos mit dem Smartphone im Internet surfen will, kann die Punkte der Göttinger Freifunkinitiative nutzen. Es ist inzwischen an vielen Stellen in Göttingen verfügbar.

Ganz neu wurde das kostenlose Internet auf dem Wochenmarktplatz realisiert. Außerdem kann man das Angebot jetzt im Jungen Theater sowie im Kulturzentrum KAZ nutzen. Es hatte das Projekt angeschoben.

„Die Finanzierung wurde dabei von allen Beteiligten gemeinsam getragen“, heißt es in einer Mitteilung. Es ist das bisher größte Projekt, das von der Göttinger Freifunkinitiative unterstützt, als neuer W-LAN Knotenpunkt in der Innenstadt geschaffen wurde, um an zentraler Stelle für alle Interessierten einen freien Internet Zugang zu ermöglichen. Inzwischen sind im Raum Göttingen mehr als 370 Freifunk-Punkte online. Weitere Infos gibt es im Internet. (bsc)

http://freifunk-goettingen.de

Von Bernd Schlegel

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