Projekt läuft bis 2020

Hilfe für Jugendliche im Landkreis Göttingen auf ihrem Weg in den Job

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Jugendlichen mit der Berufseinstiegsbegleitung eine Perspektive geben: Dafür setzen sich (von links) Kreisrat Marcel Riethig, Teamleiter Lorenz Böning von der Agentur für Arbeit und Ute Reichmann vom Landkreis Göttingen ein.

Göttingen. Jugendliche, deren Übergang von der Schule in den Beruf auf der Kippe steht, bekommen im Landkreis Göttingen weiterhin gezielt Unterstützung. Das wurde bei einer Regionalkonferenz der Berufseinstiegsbegleitung deutlich.

Für manche Jugendlichen ist der Sprung ins Berufsleben eine hohe Hürde. Da stellen sich zum Beispiel folgende Fragen: Wie kann ich den Schulabschluss doch noch schaffen? Was kommt danach? Wie finde ich einen Ausbildungsplatz? Um Schülern zu helfen, die einen Haupt- oder Förderschulabschluss anstreben und dabei Unterstützung benötigen, wurde vor etwa zwei Jahren die Berufseinstiegsbegleitung flächendeckend in Stadt und Landkreis Göttingen eingeführt.

„Ziel des Präventiv-Angebots ist, dass Jugendliche die Schule nicht ohne Abschluss und berufliche Perspektive für ihre Zukunft verlassen“,sagte Kreisrat Marcel Riethig während der Regionalkonferenz. Mehr als 75 Prozent der Langzeitarbeitslosen haben keinen Berufsabschluss. Das Interesse seitens der Politik, die Schulabbrecherquote zu senken, ist deshalb groß: Mit 3,5 Millionen Euro fördern die Agentur für Arbeit, die Stadt und der Landkreis Göttingen das Projekt. Der große Vorteil: Für die Teilnehmer an den Angeboten entstehen keinerlei Kosten.

Lorenz Böning, Teamleiter Berufsberatung der Agentur für Arbeit Göttingen, unterstreicht die Bedeutung des gemeinsamen Projektes: „Es geht in dem Projekt um Perspektiven und Chancen. Auch schwächere Schüler können gute Azubis und später gefragte Fachkräfte werden.

Im vergangenen Jahr haben insgesamt 243 Schüler in Stadt und Landkreis Göttingen das Angebot genutzt. Mehr als 90 Prozent der jungen Leute, die betreut wurden, erreichten einen Schulabschluss. Um die Unterstützung für die jungen Leute zu optimieren, werden auch die Berufsbildenden Schulen in die Kooperation einbezogen.

Pädagogische Fachkräfte der Berufseinstiegsbegleitung bieten den Schülern direkt in der Schule konkrete Hilfe und persönliche Begleitung an. Dabei arbeiten sie eng mit Lehrern, Eltern und den Berufsberatern zusammen. „Die intensive Unterstützung beginnt in der Regel im achten Schuljahr. Wer daran teilnehmen darf, entscheidet die jeweilige Schule in Abstimmung mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit und den Berufseinstiegsbegleitern vor Ort“, erklärt Anke Hildebrand vom Fachdienst Jugendberufshilfe des Landkreises Göttingen.

Zahlreiche Schulen dabei

Insgesamt sechs allgemeinbildende Schulen sowie Förderschulen aus dem Stadtgebiet und neun Schulen aus dem Landkreis nehmen an diesem Angebot teil. Das Projekt, das von der Berufsförderung Göttingen und der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Südniedersachsen (GAB) umgesetzt wird, läuft noch bis 2020.

Weitere Infos gibt es hier.

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