Die ersten Pollen sind da

Kommentar zu Allergien: Probleme der Forscher

Göttingen. Allergien sind eine Volkskrankheit. Über die Forschung und Behandlungsmöglichkeiten ein Kommentar von HNA-Redakteur Thomas Kopietz.

Der April ist da, die Allergie kommt zwangsläufig - und sie geht auch wieder - bis zum nächsten Frühjahr. In diesem Turnus liegt das Problem: Viele Menschen, die unter allergischen Reaktionen, verursacht in diesem Fall von Pollen, leiden, gewöhnen sich daran. Nehmen lindernde Medikamente, aber gehen der Ursache nicht auf den Kern.

Eine Tatsache, die der Göttinger Experte Prof. Thomas Fuchs immer wieder beklagt hat. Allergien ernst nehmen, sie früh genug behandeln, das hilft, Langzeitschäden zu verhindern oder Symptomatiken zu lindern.

Die Allergie-Forscher wie Fuchs wissen mittlerweile eine Menge über die Krankheit mit den vielen Gesichtern. Dennoch kommen die Erkenntnisse nur zum Teil bei den Kranken an. Das liegt aber auch an ihnen, denn manche kommen zur Ursachenbehandlung und dann nicht wieder. Den Forschern gehen so wichtige Erkenntnisse über Wirkungen verloren.

Oder die Allergie-Gepeinigten greifen auf fragliche Mittel zurück, die Großes versprechen und viel Geld kosten. Auch an diese Patienten kommen die Wissenschaftler letzlich nicht heran.

Dass aber Erkenntnisse, wie im Fall der Allergie auslösenden Konservierungsstoffe, so lange nicht in die Praxis und Therapien umgesetzt werden, weiter den Menschen zusetzen, das ist der eigentliche Skandal. Die Gesundheitspolitiker sind also gefordert.

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