Kommentar zu politisch motivierter Gewalt in Göttingen: Heißer Spätsommer

Kurz vor der Kommunalwahl in Niedersachsen treffen in Göttingen Links- und Rechts-Extreme aufeinander. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Thomas Kopietz.

Göttingen ist kein angenehmes Pflaster für Rechtsradikale. Auch, weil die ultralinke und autonome Szene mit – nicht immer astreinen, ja auch brutalen Attacken – den Rechten und Kandidaten der NPD das Leben schwer gemacht hat.

In Göttingen haben sie sich deshalb selten gezeigt. Jetzt ist das anders. Es gibt sogar einen Landratskandidaten, man tritt bei der Kommunalwahl an. Und der Kandidat zeigt sich – bei Auftritten. Ein rechter Freundeskreis hat mit vielen Veranstaltungen im Umland den Boden für öffentliche Auftritte bereitet.

Jetzt kracht es wieder, es gibt Attacken auf die Rechten, Autos brennen. Die Polizisten stehen als Puffer und verfassungsmäßig verpflichtete Schützer von Kundgebungen und hier rechten Veranstaltungen dazwischen. Dafür ernten sie Hass – von einigen.

Dass die Gewalttäter die sich gern in der Opferrolle sonnenden Rechtsradikalen damit stärken, ist ein schlimmes Nebenprodukt. Linker Terror und Gewalt hat in der politischen Auseinandersetzung nichts zu suchen. In der beschaulichen, lebenswerten Uni-Stadt ist sie aber an der Tagesordnung. Hoffentlich nicht mehr zu oft vor dem Wahltag 11. September.

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Interview zur Gewalt zwischen Linken und Rechten

Gewalttätiger Zusammenstoß zwischen Linksautonomen und Rechtsextremisten

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