Hohe Auszeichnung: Otto-Hahn-Preis für Prof. Jürgen Troe

Hohe Auszeichnung: Prof. Jürgen Troe wurde am Dienstag der Otto-Hahn-Preis verliehen. Foto: Böttcher-Gajewski/MPIBPC/nh

Göttingen/Frankfurt. Hohe Ehre für den Göttinger Wissenschaftler Prof. Jürgen Troe. Er erhielt am Dienstag in Frankfurt am Main den renommierten Otto-Hahn-Preis.

Damit wurde Troe von der Stadt Frankfurt, der Gesellschaft Deutscher Chemiker und der Deutsche Physikalischen Gesellschaft für seine bahnbrechenden Arbeiten geehrt, die einen wichtigen Beitrag für die Energie- und Atmosphärenforschung leisten. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. Jürgen Troe sei einer der weltweit führenden Physikochemiker mit einem außergewöhnlichen wissenschaftlichen Gesamtwerk, dessen Experimenten originelle neue Ideen zugrunde lägen, heißt es in der Begründung der Auszeichnung.

Dritter Preisträger

Troe ist nach den Nobelpreisträgern Manfred Eigen und Stefan Hell der dritte Forscher am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, der für seine Arbeiten mit dem Otto-Hahn-Preis ausgezeichnet wurde. Der Göttinger ist Emeritus am Institut für physikalische Chemie der Georg-August-Universität und emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, in Göttingen hat er eine Niedersachsenprofessur für Forschung inne.

Der Preisträger wurde 1940 in Göttingen geboren. Er studierte Physik und Chemie an den Universitäten Göttingen und Freiburg. Nach seiner Promotion 1965 und seiner Habilitation 1968 in Göttingen war er von 1971 bis 1975 Professor für physikalische Chemie in Lausanne, bis er 1975 an die Universität Göttingen berufen wurde.

1990 wurde Troe zusätzlich zum Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie berufen. Nach seiner Emeritierung 2008 erhielt Troe mit dem Titel „Niedersachsenprofessor“ eine Position, die ihm die Fortsetzung seiner Arbeiten ermöglicht. Er gehört unter anderem dem Wissenschaftsrat an. (bsc)

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