Mutmaßlicher Täter kam nachts

Metalldiebstahl: 37-Jähriger soll 40 Gräber geschändet haben

Holzminden/Göttingen. Wegen Grabschändung in 40 Fällen ermittelt die Polizei in Südniedersachsen gegen einen 37-Jährigen. Er soll Grabschmuck aus Metall entwendet und verkauft haben.

Wie die Polizei am Totensonntag berichtete, ereigneten sich die Vorfälle zwischen Anfang Oktober und Anfang November auf den Friedhöfen in Lobach, Arholzen, Eschershausen und Dielmissen im Landkreis Holzminden. Der Mann hatte sich nachts Zugang zu den Friedhöfen verschafft. Dort entwendete er Grabschmuck aus Metall und Erinnerungen an die Verstorbenen.

Friedhofsbesuchern und Angehörigen der Verstorbenen boten sich schreckliche Bilder. Der von ihnen liebevoll gestaltete Grabschmuck mit Vasen, Blumenschalen, Laternen und Figuren war teilweise unter massiver Beschädigung der Grabanlagen abgerissen und entwendet worden. Anschließend waren die Gegenstände aus Kupfer, Bronze oder sonstigen Metallen verkauft worden.

Den Ermittlern der Polizeistation Stadtoldendorf gelang es nun, einen 37-jährigen Tatverdächtigen aus Stadtoldendorf zu ermitteln. Der Mann wird sich demnächst wegen Störung der Totenruhe, Diebstahls und Sachbeschädigung verantworten müssen. Keine Rückgabe Da die Gegenstände jedoch bereits durch Metallaufkäufer weiter verwertet wurden beziehungsweise der genaue Verbleib der Gegenstände nicht mehr nachvollzogen werden kann, sei eine Rückgabe leider nicht mehr möglich, machte die ermittelnde Polizeikommissarin Constanze Kühn von der Polizeistation Stadtoldendorf, deutlich. (bsc)

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