Gewalt, Pyrotechnik, Vandalismus und gehen auf Gleisen – 286 „Fans“ wurden festgesetzt

HSV-Fans randalierten in Hannover

Fußballfans auf Gleisen: Wie hier in Rom bei einem Ligaspiel liefen auch in Hannover HSV-Fans über die Schienen. Foto: nh

Hannover. Gestern reisten 1200 Fußballfans des Hamburger Sportvereins großteils friedlich zum Bundesligaspiel Richtung Wolfsburg. 286 gewaltbereite Störer erreichten das Spiel jedoch nicht, wie die Polizei mitteilt. In Hannover hatten sie auch Bundespolizisten attackiert und waren über die Gleise gelaufen.

Bereits in Uelzen kam es zu ersten Rangeleien untereinander. Vier Störern wurde die Weiterreise untersagt. Im Metronom nach Hannover gab es dann mehrere Sachbeschädigungen. Auch gegen das Alkohol- und Rauchverbot wurde massiv verstoßen. Kurz vor Hannover stoppte der Zug mit rund 400 Reisenden zwangsweise, da die Notbremse gezogen und eine Tür dann gewaltsam geöffnet wurde.

Nach dem Eintreffen im Hauptbahnhof Hannover wurden eingesetzte Bundespolizisten angegriffen und mit Flaschen beworfen.

Die Fußballstörer durchbrachen Absperrungen und zündeten Pyrotechnik. Alle verfügbaren Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei wurden angefordert. Die Beamten mussten Schlagstock und Pfefferspray einsetzen.

Aufgrund massiver Gleisüberschreitungen mussten auch die Gleise im hinteren Bereich des Bahnhofs für mehrere Stunden gesperrt werden.

Nach der Bestätigung durch den richterlichen Bereitschaftsdienst nahm die Bundespolizei 286 Personen zur Unterbindung weiterer Straftaten und zur Identitätsfeststellung in Gewahrsam. Unter ihnen befanden sich 40 Jugendliche und 14 sogenannte Gewalttäter-Sport.

Zwischenzeitlich wurden durch die zuständigen Behörden Betretungsverbote für die Städte Wolfsburg und Hannover ausgesprochen.

Nach Abschluss der Maßnahmen ordnete die Bundespolizei für alle Störer die Rückreise an. 83 Bundespolizisten begleiteten die Fahrt, die dann ohne weitere Vorkommnisse verlief. Bisher wurden elf Ermittlungsverfahren eingeleitet.

217 Beamte der Bundespolizei waren im Einsatz sowie zusätzlich zur Unterstützung 78 Landespolizeibeamte aus Hannover und Braunschweig. (tko)

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