ICE-Strecke wird Baustelle

Längere Fahrzeiten: ICE-Strecke zwischen Göttingen und Hannover wird 2019 saniert

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Ein ICE 4 zwischen Göttingen und Hannover: Die Strecke wird 2019 für sechs Monate zur Baustelle.

Ab Sonntag gilt bei der Bahn der neue Fahrplan. Die ICE-Strecke zwischen Göttingen und Hannover wird von Mitte Juni bis Mitte Dezember 2019 saniert. Es kommt zu Fahrzeitverlängerungen.

Auf der IC-Strecke von der Ostseeküste über Hamburg, Lüneburg, Hannover und Göttingen nach Karlsruhe kommen neue ICE-Züge zum Einsatz. Die deutlich bequemeren ICE-T-Züge mit Bordbistro und kostenlosem WLAN ersetzten die in die Jahre gekommenen klassischen IC-Züge. Der Fahrplan im Zwei-Stunden-Takt bleibt unverändert.

Sperrung der ICE-Strecke

Vom 11. Juni bis 14. Dezember müssen sich Reisende auf erhebliche Verspätungen zwischen Göttingen und Hannover einstellen. In dieser Zeit geht die Sanierung der 1991 eröffneten ICE-Strecke weiter. Erneuert werden Gleise, Weichen und Technik. Viele Züge werden auf die alte Strecke über Northeim und Kreiensen umgeleitet. Die Fahrzeit zwischen Göttingen und Hannover verdoppelt sich von 35 Minuten auf etwa eine Stunde.

Zweimal pro Stunde

Zwischen Hannover und Braunschweig fährt der Regionalexpress künftig halbstündlich statt wie bisher zumeist ein Mal pro Stunde. Auch Peine und Lehrte erhalten durch die Taktverdichtung ein weiter verbessertes Angebot im Nahverkehr.

Einbeck wieder am Netz

Nach einer Sanierung der rund 4,5 Kilometer langen Stichstrecke von Salzderhelden an der Hauptachse Hannover-Göttingen pendeln wieder Regionalzüge direkt nach Einbeck, in der Hauptverkehrszeit durchgehend ab Göttingen. Vor 34 Jahren fuhr in Einbeck der letzte Personenzug. Im Jahr 2019 geht dann auch die reaktivierte Strecke Bad Bentheim-Nordhorn-Neuenhaus an den Start.

Mehr Metronom-Züge

Auf fast allen Linien der Metronom-Bahn gibt es zusätzliche Fahrten abends und nachts. Zwischen Bremen und Hamburg gibt es sieben neue Fahrten zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens. Zwischen Hamburg und Uelzen gibt es künftig 47 neue Züge am Wochenende. Um mehr Service und Sicherheit zu bieten, sind sämtliche Metronom-Regionalzüge künftig mit zwei Mitarbeitern an Bord unterwegs.

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Einheitliches Ticket

Für Fahrten mit Regionalzügen und dem öffentlichen Nahverkehr in Niedersachsen gilt neuerdings eine gemeinsame Fahrkarte. In der Bahnfahrkarte des Niedersachsentarifs ist künftig am Start- und Zielort der Reise ohne Mehrkosten die Nutzung von Bus, Straßenbahn und U-Bahn automatisch mitenthalten. Diese neue Regelung gilt auch für Fahrten nach Hamburg und Bremen.

Monatskarte

Für Fahrgäste mit Monatskarten kann die Nutzung des Nahverkehrs am Start- und Zielort zu einem ermäßigten Preis dazu gebucht werden.

Fahrpreiserhöhung

Das Preisniveau für Fahrten im Fernverkehr steigt zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember um 0,9 Prozent. Das Niedersachsen-Ticket für den Regionalverkehr kostet künftig für eine Person 24 Euro und pro Mitfahrer fünf Euro, jeweils ein Euro mehr als bisher. (mit dpa)

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