1200 Teilnehmer aus Metall- und Elektrobetrieben

Aktion der IG Metall: Warnstreik in Göttingen

Start des Demonstrationszuges am Schützenplatz: Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie. Foto: Schlegel

Göttingen. Mehr als 1200 Mitarbeiter von Metall- und Elektrobetrieben aus Südniedersachsen waren am Mittwoch im Warnstreik. Sie trafen sich zu einer zentralen Kundgebung in Göttingen.

Unter anderem waren Mitarbeiter folgender Betriebe an der Aktion beteiligt: Bosch aus Göttingen und Willershausen, Zeiss aus Göttingen, Sartorius-Betriebe Göttingen, Mahr aus Göttingen, Spänex aus Uslar, Terex aus Uslar, Metallumform aus Hann. Münden, John Crane aus Göttingen, ABB aus Göttingen Novelis aus Göttingen sowie Haendler und Natermann aus Hann. Münden. Vor der Kundgebung gab es mehrere Demonstrationszüge, die auf dem Schützenplatz, auf der Weender Landstraße und bei Mahr starteten.

Die Gewerkschaft wollte mit der Aktion vor der nächsten Verhandlungsrunde den Druck auf die Arbeitgeber deutlich erhöhen. Sie hatten ein Lohn- und Gehaltsplus von 2,1 Prozent in zwei

Aktualisiert um: 15.54 Uhr

Stufen bei einer Laufzeit von zwei Jahren sowie eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent geboten. Die Gewerkschaft IG Metall verlangt hingegen ein Plus von fünf Prozent.

Martina Manthey, Tarif-Sekretärin beim IG Metall-Bezirk Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, machte deutlich, dass das bisherige Angebot der Arbeitgeber „provozierend“ sei. Die Gewerkschaft habe das Ziel, bei den Verhandlungen, die am heutigen Donnerstag in Nordrhein-Westfalen stattfinden, einen Pilotabschluss für ganz Deutschland zu erreichen. Sollte dies nicht gelingen, so seien in der kommenden Woche ganztägige Warnstreiks, bei der alle drei Schichten betroffenen sind, möglich. „Die Beschäftigten haben Respekt verdient, sie lassen sich nicht mit einem respektlosen Angebot abspeisen“, sagte Manthey in Richtung der Arbeitgeber. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass die IG Metall auch auf eine Urabstimmung und einen Streik vorbereitet sei.

Mehrere Redner machten auf die Situation in den Betrieben aufmerksam. Aus Sicht von Uwe Bretthauer von Sartorius Lab Instruments ist ein Lohn- und Gehaltsplus von fünf Prozent mit Blick auf die gute wirtschaftliche Lage von Sartorius „angemessen und berechtigt“.

Warnstreikaktion der IG Metall in Göttingen

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