Immobilien- und Grundstückspreise explodieren in Göttingen

Bevorzugte Lage in Göttingen: Für unbebaute Grundstücke, sogenanntes Wohnbauland, muss auf den Zietenterrassen man zwischen 220 und 270 Euro je Quadratmeter auf den Tisch legen, wenn man denn ein freies Grundstück findet. Archivfoto: Kopietz
+
Bevorzugte Lage in Göttingen: Für unbebaute Grundstücke, sogenanntes Wohnbauland, muss auf den Zietenterrassen man zwischen 220 und 270 Euro je Quadratmeter auf den Tisch legen, wenn man denn ein freies Grundstück findet.

Göttingen. Die Grundstücks- und Immobilienpreise in Stadt und Landkreis Göttingen sind im Aufwind, in Göttingen explodieren sie sogar. Das geht aus der aktuellen Analyse des Gutachterausschusses für Grundstückswerte hervor.

Richtig teuer sind Einfamilienhäuser geworden. So kostet ein Eigenheim in mittlerer Lage mit 160 Quadratmetern Wohnfläche samt 800-Quadratmeter-Grundstück aus dem Jahr 1970 in Göttingen-Geismar mehr als 300.000 Euro. In Rosdorf ist das gleiche Haus bereits für 230.000 Euro zu haben. Im ländlichen Bereich des Landkreises muss man nur 130.000 für das gleiche Anwesen auf den Tisch legen. Problem: In Göttingen kann das verfügbare Angebot an Wohnhäusern, Eigentumswohnungen und bebaubaren Grundstücken nicht im Ansatz den nachgefragten Bedarf decken. Folge: Die Verkäufe gingen im vergangenen Jahr zurück und die Preise stiegen in Göttingen deutlich an. Laut Gutachterausschuss gibt es seit Jahren einen starken Drang in die Universitätsstadt.

Bei Eigentumswohnungen liegen die Preise in Göttingen bei Verkäufen etwa sieben Prozent über denen des Vorjahrs. Für Neubauten werden etwa 3000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche bezahlt. Im Landkreis stieg die Verkaufssumme je Quadratmeter im Durchschnitt um zehn Prozent.

Außerdem beobachten die Gutachter seit einiger Zeit einen Ansturm auf landwirtschaftliche Flächen. Nach Angabe von Diplom-Ingenieur Ingo Gerloff haben Kapitalanleger diese Flächen entdeckt, um Geld zu investieren. Im Verlauf der vergangenen drei Jahren stiegen Preise um insgesamt 20 Prozent an. Für bestes Ackerland im Bereich Göttingen/Rosdorf muss man inzwischen 3,80 Euro je Quadratmeter auf den Tisch legen. In den übrigen Bereichen des Landkreises bewegen sich die Preise im Korridor zwischen einem Euro und 2,80 Euro je Quadratmeter. Für Grünland muss man zwischen 65 Cent und 1,10 Euro je Quadratmeter auf den Tisch legen. (bsc)

Hintergrund

Den aktuellen Grundstücksmarktbericht für Südniedersachsen kann man zum Preis von 50 Euro bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses in Göttingen, Danziger Straße 40, Tel. 0551/5074-301 sowie den Katasterämtern in Northeim und Göttingen bekommen.

Informationen zu Grundstücksmarktberichten und den Bodenwertkarten sind auch im Internet abrufbar. Dort gibt es Auskünfte gegen Gebühr. Als weiteren Online-Service kann man auch den Immobilien-Preis-Kalkulator für Ein- und Zweifamilienhäuser, Reihen- und Doppelhäuser sowie Eigentumswohnungen nutzen. Eine Einzelauskunft kostet 19,95 Euro. (bsc)

www.gag.niedersachsen.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.