Immobilien in Südniedersachsen: Eigenheime steigen deutlich im Wert

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Stellten den Grundstücksmarktbericht vor: Ingo Gerloff (rechts) und Gerd Trautmann präsentierten das Zahlenwerk.

Göttingen/Northeim. Das Eigenheim ist derzeit eine gute Kapitalanlage. Fast überall in Südniedersachsen steigt der Wert der Ein- und Zweifamilienhäuser.

Das geht aus dem aktuellen Marktbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte hervor, der für die Landkreise Göttingen und Northeim vorgelegt wurde.

So untersuchten die Experten exemplarisch ein Einfamilienhaus mit 160 Quadratmetern Wohnfläche und einer Grundstücksfläche von 800 Quadratmetern aus dem Jahr 1970. So kostet das Beispielhaus in Göttingen durchschnittlich 420.000 Euro (plus 10,5 Prozent im Vergleich zu 2015), Northeim 185.000 Euro (plus 5,7 Prozent), Landwehrwagen 160.000 Euro (keine Veränderung) Uslar 140.000 Euro (plus 3,7 Prozent) und Hemeln 135.000 Euro (plus 3,8 Prozent). Ganz am Ende der Skala liegt Wieda im Harz. Dort ist das betrachtete Einfamilienhaus nur noch 80.000 Euro (plus 6,7 Prozent) zu haben.

„Vielfach ist die Nachfrage deutlich höher als das Angebot“, begründet Gutachter Ingo Gerloff die steigenden Preise bei den Häusern. Nach Angaben des Experten gehört Göttingen damit neben Hannover, Braunschweig und Osnabrück zu den teuersten Städten in Niedersachsen. Gleichzeitig ist im neuen Landkreis Göttingen mit der Harzregion ein im Landesvergleich ganz niedriges Preisniveau zu finden. Aber auch im ehemaligen Landkreis Osterode gehen die Immobilienpreise tendenziell leicht nach oben.

Das Gutachtergremium wertet sämtliche Grundstücksgeschäfte in der Region aus. Die Notare aus Südniedersachsen müssen Vertragsabschlüsse an den Gutachterausschuss, der unter anderem Standorte in Göttingen und Northeim hat, melden. 

Gutachter Gerloff geht derzeit nicht davon aus, dass die Immobilienpreise in Südniedersachsen in nächster Zeit sinken: „Dafür gibt es derzeit keinerlei Anhaltspunkte“, sagte er.

Baugrundstücke werden teurer

Bauherren, die ein Haus auf einem Grundstück errichten wollen, müssen in Südniedersachsen tendenziell tiefer in die Tasche greifen. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht hervor.

Hier die aktuellen Quadratmeterpreise für Wohnbauland in guter Lage im Vergleich zu 2015.

• Stadt Göttingen: 380 Euro (plus 2,7 Prozent);

• Stadt Northeim: 170 Euro (plus 30,8 Prozent)

• Stadt Hann. Münden: 94 Euro (keine Veränderung);

• Landwehrwagen 72 Euro (plus

• Stadt Uslar: 67 Euro (keine Veränderung)

Deutlich gestiegen ist der Preis für Ackerland in Südniedersachsen. Wurden im Landkreis Göttingen 2015 nur durchschnittlich 1,85 Euro je Quadratmeter ermittelt, so stieg dieser Wert im vergangenen Jahr 1,98 Euro. Im Landkreis Northeim stieg der durchschnittliche Ackerlandpreis für einen Quadratmeter von zwei Euro auf 2,15 Euro.

Auch die Entwicklung bei den Eigentumswohnungen wurde untersucht: Die Quadratmeterpreise für Wohnungen, die nach 1985 gebaut wurden, sind den Ermittlungen des Gutachterausschusses im Vergleich zu 2015 eher gestiegen.

Der Grundstücksmarktbericht ist aktuell noch zum Preis von 50 Euro erhältlich. Ab Mai tritt eine neue Gebührenordnung in Kraft. Dann kostet das umfangreiche Werk 90 Euro.

Kontakt: Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, Danziger Straße 40, 37083 Göttingen, Tel. 0551/5074-322 oder Bahnhofstraße 15, 37154 Northeim, Tel. 05551/965-259.

www.gag.niedersachsen.de

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