Initiative: Heime sollen entmietet werden - Studentenwerk weist Vorwürfe zurück

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Eines der beiden betroffenen Wohnheime an der Roten Straße in Göttingen: Die Wohnrauminitiative befürchtet, dass entmietet werden soll. Das Studentenwerk weist die Vorwürfe zurück.

Göttingen. Die Göttinger Wohnrauminitiative befürchtet, dass die Wohnheime Rote Straße und Burgstraße entmietet werden sollen. Das Studentenwerk, das das Wohnheim betreibt, weist diese Vorwürfe zurück.

Konkret geht es um ein Gutachten über den Zustand der Häuser. Am Dienstag hatten sich Mitglieder der Initiative und Studentenwerk-Chef Jörg Magull getroffen. Nun kritisiert die Initiative, dass sie nicht sofort das Gutachten bekam.

Sie wirft dem Studentenwerk eine Politik des „baulichen Verfalls“ vor. Auf diesem Wege wolle „das Studentenwerk es doch noch schaffen, die ihm unliebsamen Selbstverwaltungsstrukturen perspektivisch loszuwerden, indem diese irgendwann als baufällig und unbewohnbar entmietet“ werden. In sämtlichen kleinen Wohnheimen gebe es deswegen einen Sanierungsstau, so die Initiative.

Das Studentenwerk weist die Vorwürfe entschieden zurück. Der Chef des Studentenwerks habe zugesagt, dass die Initiative das Gutachten innerhalb zwei Wochen bekommt. „Wir wollen das Gutachten nicht kommentarlos versenden, sondern mit konkreten Maßnahmen- und Handlungsvorschlägen verbinden“, sagt Magull.

Das Studentenwerk weist ausdrücklich darauf hin, dass alles andere als eine Politik des baulichen Verfalls betrieben wird. „Auch in Zukunft gelten die derzeit gültigen Mietverträge“, so das Studentenwerk.

Es weist außerdem darauf hin, dass der Wirtschaftsplan 2015 für die Wohnheime Rote Straße und Burgstraße folgende Investitionen für Instandhaltungen vorsieht: 40.000 Euro für Schornsteinsanierungen, 25.000 Euro Euro für Pflasterarbeiten im Innenhof und 5000 Euro für Arbeiten an den Innentreppen. Die Heizungen in beiden Häusern wurden bereits saniert: Kosten 20.000 Euro.

Weiterhin macht das Studentenwerk deutlich, dass in den kommenden zehn Jahren 60 bis 70 Millionen Euro in Wohnheime, Kindertagesstätten und Mensen investiert werden soll. (bsc)

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