Interview mit Johannes Oerding über Göttingen und die Lokhalle

Abräumer: Riss die vielen tausend Zuschauer beim Soundcheck-Festival in der Lokhalle mit und will wieder dort spielen – Johannes Oerding. Foto: Kuhl

Göttingen. Zwei Mal innerhalb von fünf Monaten hat Johannes Oerding Göttingen gerockt. Wir sprachen am Rande des Soundcheck-Festivals am Wochenende mit dem Sänger.

Johannes, schon wieder in Göttingen...?

Johannes Oerding: Richtig. Es ist noch nicht lange her. Und ich hab´ nur gute Erinnerungen an Göttingen. Wir hatten eine schöne volle Stadthalle. Die Leute waren von Anfang an total gut drauf, voller Energie, textsicher. Das ist mir zwar oft auf der Tour begegnet, aber das Stadthallenkonzert war doch sehr besonders, zählte zu den Top-Konzerten. Gesehen von der Stadt habe ich aber noch nichts.

Du hast in diesem Jahr viel gespielt – auf der eigenen Tour. Dein Fazit?

Oerding: In der Tat. Wir haben sehr viel gespielt. Zusammenfassend lässt sich sagen: Wir sind überall sehr freundlich aufgenommen worden. Die Leute haben uns offenherzig und mit offenen Armen empfangen. Das kannte ich so nicht. Es gibt aber dennoch Unterschiede zwischen Regionen: Die einen sind schon bei Song eins da sind, die anderen erst beim dritten Song.

Tagesform gibt es ja nicht nur bei Sportlern und Sängern, auch beim Publikum, oder?

Oerding: Ganz genau. Freitags und samstags zum Beispiel kommen die Leute oft schon lockerer ins Konzert, weil sie sich zu Hause vielleicht vorher einen Sekt oder ein Bier aufgemacht haben. Sie wissen, sie können sich ein bisschen mehr gehen lassen als montags oder dienstags, denn am nächsten Morgen muss man wieder zur Arbeit.

Das Konzert in Göttingen beim Soundcheck war ja auch etwas besonderes, mit verkürztem Programm?

Oerding: Das Soundcheck ist toll, auch weil hier so viele Künstler zusammen sind. Wir kennen uns ja auch alle, haben aber selten die Möglichkeit, uns zu treffen Es ist eine große Klassenfahrt, aber ohne Lehrer (lacht). Richtig ist, wie Du sagst, man hat hier 20 bis 30 Minuten, wo man auf den Punkt sein muss, das heißt, man will viel zeigen von seinem Profil, seinen Facetten und es gilt, das alles auf den Punkt abzurufen. Das ist anspruchsvoll.

Die Lokhalle ist auch ein außergewöhnlicher Ort...

Oerding: Ich bin das erste Mal hier. Das ist eine Mega-Halle, wahnsinnig offen und sympathisch. Beim Einspielen war es schon schwierig, mit viel Echo. Aber voll, mit Menschen drin, war alles gut. Die Bühne ist fett. Alles vom Feinsten hier, es konnte gar nicht schief gehen.

Die Göttinger hoffen natürlich darauf, dass Du noch mal alleine kommst, um das Ding zu füllen...

Oerding: Sehr gerne. Ziel muss sein, bei meiner nächsten Solo-Tour auch hier in der Lokhalle zu spielen und sie voll zu machen.

Von Thomas Kopietz

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