IWF: Pläne müssen wegen Panne neu ausgelegt werden

Noch im Dornröschenschlaf: Unser Foto zeigt das Gebäude des ehemaligen Institutes für den Wissenschaftlichen Film am Nonnenstieg in Göttingen. An dieser Stelle soll eine Anlage mit Eigentumswohnungen entstehen. Zwei Bürgerinitiativen begleiten das Projekt kritisch. Foto: Kopietz

Göttingen. Bei der öffentlichen Auslegung der Unterlagen für die Bebauung des Geländes des ehemaligen Institutes für den Wissenschaftlichen Film (IWF) in Göttingen lief nicht alles glatt. Folge: Der wichtige Schritt muss wiederholt werden.

Die vierwöchige Auslegung der Planunterlagen war erst vor wenigen Tagen zu Ende gegangen. Allerdings ist ein Problem aufgetaucht: Anfang Dezember war dieser Schritt im Bauausschuss beschlossen worden. Gleich danach hatten sich viele Einwohner die Unterlagen aus dem Internet heruntergeladen. Doch im Nachgang wurden Veränderungen an den Unterlagen vorgenommen. Zwar wurden die überarbeiteten Vorlagen ebenfalls öffentlich ausgelegt und im Internet zur Verfügung gestellt. Aber: Genau das bekamen viele einfach nicht mit.

Auf die Veränderungen in den Unterlagen war die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen gestoßen und hatte dies öffentlich gemacht (wir berichteten). Folge der Entwicklung: Der Bauausschuss beschloss am Donnerstag, dass die Unterlagen erneut öffentlich für vier Wochen ausgelegt werden müssen.

Im Ausschuss gab es eine Diskussion, ob die neue Frist wieder so lang sein soll oder ob zwei Wochen reichen. Stadtbaurat Thomas Dienberg sprach sich mit Blick auf das umfangreiche Werk für die längere Auslegung aus.

In einer schriftlichen Begründung machte die Stadtverwaltung deutlich, warum die Unterlagen geändert wurden. So gab es berechtigte Hinweise, unter anderem von Seiten der Naturschutzbeauftragten und eines Mitglieds einer Bürgerinitiative, die eingearbeitet werden mussten.

Christian Henze (SPD), Vorsitzender des Bauausschusses, vertrat die Ansicht, dass das Vorgehen der Stadtverwaltung bei der Auslegung rechtlich in Ordnung war. Allerdings sei die Außenwirkung schlecht. Deshalb sprach er sich wie die anderen Ausschussmitglieder auch für die Wiederholung der Auslegung aus.

Wer bereits Einwände gegen das Projekt bei der Stadtverwaltung eingereicht hat, hat natürlich nicht für den Papierkorb gearbeitet. Diese Schreiben sollen gemeinsam mit den neuen Einwänden beschieden werden.

Wann die Unterlagen für die Bebauung des IWF-Geländes am Nonnenstieg, auf dem eine Anlage mit Eigentumswohnungen entstehen soll, ausgelegt werden, steht noch nicht fest. Der Termin soll in Kürze bekannt gegeben werden.

Das Bauvorhaben ist umstritten. Es gibt zwei Bürgerinitiativen, die das Projekt kritisch begleiten. (bsc)

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