Wie vor 200 Jahren: Telegraf überträgt Nachrichten in Göttingen

Göttingen. Telegrafieren wie vor fast 200 Jahren - in Göttingen ist dies seit Donnerstag möglich. Vor der Sternwarte der Universität erinnert eine funktionierende Nachbildung des Gauß-Weber-Telegrafen an seine Schöpfer, den Mathematiker Johann Carl Friedrich Gauß und den Physiker Wilhelm Eduard Weber.

Ein zweites Exemplar des Telegrafen steht vor der Paulinerkirche in Göttingen. Zwischen beiden Stationen lassen sich Nachrichten per Morsealphabet austauschen.

Ein bisschen haben die Konstrukteure Wolfgang Brunk (59) und Reinhold Wittig (59) jedoch gemogelt: „Das drin ist moderne Technik“, sagt Brunk. Weil der Telegraf damals wesentlich größer und träger war, wäre ein Nachbau viel zu schnell gewesen. „Man soll aber eine Vorstellung bekommen, wie langsam die Übertragung damals war.“ Und so wird der Magnet im Inneren, der einen Laser bewegt, durch einen Elektromotor gesteuert. Die Verbindung beider Stationen läuft über das Intranet der Universität.

Gestiftet hat die Skulpturen die Göttinger Gauß-Kuppel Gemeinschaft. Ungewöhnlich: Auf der Bronzehülle steht eine Erklärung in 26 Sprachen. Darunter ist auch eine Sprache, die es gar nicht gibt - Altklingonisch. (gör)

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