Junge Spanier sollen im Adelante-IHK-Projekt auch zukünftig lernen

Informierten sich über das Auszubildendenprojekt: (von links) Martin Rudolph (IHK-Göttingen), Fritz Güntzler (CDU-Bundestagsabgeordneter), Jörg Rotthowe, (Zufall-Niederlassungsleiter) und der spanische Botschafter Garcia-Berdoy Cerezo. Foto: Privat

Göttingen. Arbeiten in einem fernen Land – diese Möglichkeit bietet sich bis Ende 2016 spanischen Jugendlichen in Göttingen durch das Modellprojekt „Adelante“ der Industrie- und Handelskammer (IHK)-Hannover.

Wie zufrieden die jungen Erwachsenen mit ihrer Ausbildung in Göttingen sind, darüber informierte sich nun auch der spanische Botschafter S.E. Juan Pablo Garcia-Berdoy Cerezo. Auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler besuchte er sie in ihren Ausbildungsbetrieben, Mahr und Zufall. Begleitet wurde er vom Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Göttingen, Dr. Martin Rudolph und IHK-Projektbetreuer Torsten Temmeyer sowie Maria Casan von der Volkshochschule Göttingen-Osterode.

Aktuell absolvieren, vermittelt durch „Adelante“ vier spanische Auszubildende bei den beiden Unternehmen ihre Lehre. Laut Güntzler funktioniere die Integration in die Unternehmen und Belegschaften gut. Auch sei bei Mahr ein Auszubildender schon fest übernommen worden.

„Unsere drei spanischen Mitarbeitenden, zwei Auszubildende und eine ausgelernte Fachkraft, bereichern unser tägliches Arbeiten sehr“, lobte denn auch Jörg Rotthowe, Niederlassungsleiter der Zufall logistics-group in Göttingen.

Als einzige Schwierigkeit des internationalen Ausbildungsmodells sieht Güntzler die Anerkennung spanischer Ausbildungen in Deutschland. „Hier müsste der Gesetzgeber tätig werden“, fordert er.

Das Modellprojekt wird seit 2013 durch Bundesregierung als Beitrag zur grenzüberschreitenden beruflichen Mobilität und zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in der EU finanziell gefördert. Im März beschloss das Bundeskabinett aber, keinen weiteren Jahrgang zu fördern. Ein weiterer Ausbildungsjahrgang 2017 und somit eine Rekrutierung über 2016 hinaus ist nicht geplant.

Für Güntzler ist das ein Grund aktiv zu werden, denn er möchte das Programm auch weiterhin in der Region erhalten. Er plant Gespräche mit anderen möglichen Förderern zur weiteren Finanzierung von „Adelante“ zu führen. (clv)

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