Studenten sollen es bezahlen: das neue Lern- und Studienzentrum der Uni Göttingen

750 Kabinen für ruhiges Lernen

So soll es aussehen: das neue Lern- und Studienzentrum der Uni Göttingen. Grafik: Reiner Becker Architekten/nh

Göttingen. 750 gut ausgestattete Mini-Kabinen zum Lernen – das soll das neue Lern- und Studienzentrum der Universität Göttingen bieten. Mittlerweile steht fest, wie das Gebäude aussehen soll. Gebaut werden soll ab 2011 nördlich des Reitstalltores.

Für die Uni Göttingen ist das Projekt Neuland: Das Lern- und Studienzentrum wurde nicht nur von den Studenten mitgeplant, sondern wird auch von ihnen bezahlt. Die acht Millionen Euro Baukosten werde die Hochschule erst vorstrecken, die Studenten bezahlten das Gebäude dann über ihre Studienbeiträge ab, sagt Rainer Bolli, Leiter des Gebäudemanagements.

Das Lernverhalten der Studenten habe sich verändert: Sie arbeiteten nicht mehr daheim sondern direkt in der Uni. „Wir sehen das in der Staats- und Universitätsbibliothek“, erklärt Bolli. Doch die Arbeitsplätze, die es dort gebe, seien zu wenige.

Abhilfe soll das neue Lern- und Studienzentrum schaffen: 750 abgetrennte Lernkabinen mit jeweils 4,5 Quadratmetern Fläche und allen nötigen Anschlüssen für Computer sind geplant. Größere Räume sollen auch mit Projektoren ausgestattet sein. Gebucht wird über die Studienkarten.

Bisher existiert das Gebäude nur auf dem Papier: Es gibt einen Vorentwurf eines Berliner Architekturbüros. Nun gehe es an die Umsetzung, sagt Bolli. Vonseiten der Uni seien bereits alle nötigen Gremien beteiligt worden. In einer Umfrage hatten sich 70 von 2000 Studenten für den Bau ausgesprochen.

Noch in diesem Jahr will die Hochschule einen Bauantrag stellen. Gibt die Stadt grünes Licht, soll das Projekt 2011 begonnen und noch im selben Jahr abgeschlossen werden.

Einen Nachteil könnte das Projekt für die Studenten und Universitäts-Mitarbeiter aber doch mit sich bringen: Durch das 4000 Quadratmeter große Gebäude werden voraussichtlich über 40 Parkplätze an der Weender Landstraße wegfallen. Über einen Ersatz denkt die Uni aber bereits nach. (gör)

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