Umweltausschuss des Göttinger Stadtrats stimmte nicht über die von der CDU geforderte Kastrationspflicht ab

Kastration: Katzen bleiben vorerst unbehelligt

Göttingen. Katzen in Göttingen können vorerst weiter unkastriert um die Häuser ziehen. Der Umweltausschuss des Stadtrats hat in seiner jüngsten Sitzung keinen Beschluss zu der von den Christdemokraten geforderten Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigängerkatzen gefasst.

Vielmehr habe sich das Gremium noch einmal mit den untertschiedlichen Positionen auseinandergesetzt, sagte ein Sprecher der Verwaltung auf HNA-Anfrage.

So seien unter anderem Vertreter des Göttinger Tierheims gehört worden. Sie lehnen die Kastrationspflicht für die Samtpfoten ab. Das Thema wird damit auf die Zeit nach der Sommerpause verschoben.

Die nächste Sitzung des Umweltausschusses findet am 28. September statt. Es sei allerdings fraglich, ob zu dem Thema überhaupt ein Beschluss gefasst werde, sagte der Sprecher.

Wie berichtet, hatte die CDU im Februar dieses Jahres gefordert, alle Freigängerkatzen systematisch zu kastrieren und zu kennzeichnen. Die Partei verwies dabei auf entsprechende Vorschriften in Österreich und in der ostwestfälischen Stadt Paderborn.

Zur Begründung ihres Vorstoßes hatte die CDU ein langes Sündenregister der Stubentiger vorgelegt. Diese dezimierten die Zahl der Vögel, belasteten das örtliche Tierheim, beeinträchtigten den Straßenverkehr und belästigten durch ihr Miauen sowie das Markieren ihres Reviers mittels Urin die Menschen. (ket)

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