Weiterer Prozess vor dem Göttinger Landgericht

Ex-Big-Brother-Kandidat: Kickboxer soll Unfälle manipuliert haben

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Muss sich erneut vor Gericht verantworten: Der Kickboxer und "Big-Brother"-Teilnehmer Wissam N.

Göttingen . Die Staatsanwaltschaft wirft dem Kickboxer und früheren Teilnehmer der RTL-Show „Big-Brother“ Wissam N. vor, von einem Lottogewinner insgesamt 425.000 Euro erpresst zu haben. Inzwischen zeichnet sich ab, dass sich der 29-Jährige noch in einem weiteren Prozess wird verantworten müssen.

Bereits im November hatte die Staatsanwaltschaft Göttingen drei Anklagen wegen Versicherungsbetruges gegen ihn erhoben. Jetzt sind drei weitere Anklagen hinzugekommen.

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Die Anklagen wurden am Donnerstag in dem derzeit laufenden Prozess gegen den Kickboxer verlesen. Ebenso wie in den drei anderen Fällen geht es auch hier um manipulierte Verkehrsunfälle. Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte gegenüber mehreren Kfz-Versicherungen falsche Angaben gemacht und auf diese Weise zu Unrecht fast 28.000 Euro kassiert haben. Das Landgericht wird über die Betrugsanklagen in einem gesonderten Prozess verhandeln. Eine Verbindung mit dem Erpressungsverfahren wäre nur mit Zustimmung des Angeklagten möglich, die aber nicht vorliegt.

Wann der Prozess um die räuberische Erpressung zu Ende geht, ist derzeit noch unklar. Am Donnerstag hat die Verteidigung weitere Beweisanträge eingebracht. Dabei geht es vor allem um weitere Zeugenaussagen zu der Frage, ob der 29-Jährige zu der Zeit, als er laut Anklage den Lottogewinner bedroht haben soll, auf einer Baustelle gearbeitet hat. (pid)

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