Auftakt zur Kinder-Universität mit Vortrag über die Römer in Südniedersachsen

Die Kinder studieren wieder

Spannende Geschichte: Dr. Klaus Grote (rechts) und Peter Brammer (mit Mikrofon) in der Auftaktvorlesung der Kinder-Universität im Sommersemester. Thema waren die Römer in Südniedersachsen. Foto: Schröter
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Spannende Geschichte: Dr. Klaus Grote (rechts) und Peter Brammer (mit Mikrofon) in der Auftaktvorlesung der Kinder-Universität im Sommersemester. Thema waren die Römer in Südniedersachsen. Foto: Schröter

Göttingen. Wie war das eigentlich damals in der Zeit um Christi Geburt, als die Römer mit ihren Armeen in unsere Region vorrückten, um hier gegen die Germanen zu kämpfen? Diese spannende Frage beantwortete der frühere Göttinger Kreisarchäologe Dr. Klaus Grote zum Auftakt des Kinder-Uni-Sommersemesters, zu dem mehr als 250 Nachwuchs-Akademiker ins Zentrale Hörsaalgebäude der Universität Göttingen kamen.

„Unser Ziel war es, einmal die spannende Arbeit von Archäologen vorzustellen“, sagt Peter Brammer, der die Kinder-Uni vor elf Jahren zusammen mit Studenten des Pädagogischen Seminars entwickelt und aus der Taufe gehoben hat. Referent Dr. Klaus Grote war maßgeblich an Ausgrabungen beteiligt, bei denen vor wenigen Jahren wichtige archäologische Funde in der Nähe von Göttingen gemacht wurden. Bei Hedemünden hatten die Archäologen ein großes Römerlager entdeckt und auf dem Harzhorn, einem Bergrücken in der Nähe von Northeim, Spuren einer Schlacht. In seinem Bericht präsentierte Grote nun Bilder von den Ausgrabungen und Fundstücken. Die Geschichten, die er dabei erzählte, waren so spannend, dass man – anders als in so mancher vorangegangener Vorlesung der Kinder-Uni – über weite Strecken im großen Hörsaal 010 eine Stecknadel hätte fallen hören können.

„Unsere Intention war und ist es, mit der Kinder-Uni Schwellenängste vor ganz neuen Themen zu senken oder ganz zu nehmen und das breite Spektrum der Universität abzubilden“, sagt Peter Brammer. Um dem Motto der Kinder-Uni „Neugier auf Neues“ gerecht zu werden, sei es wichtig, die richtigen Dozenten für die Vorlesungen zu finden: „Wer vor 350 Kindern steht, der muss interessant und kindgerecht berichten können und in der Lage sein, mit seinem jungen Publikum zu kommunizieren und es in den Vortrag einzubeziehen.“

Weil ihm dies immer wieder gelingt, ist die Kinder-Uni schon jetzt als echte Erfolgsgeschichte zu bezeichnen. Mehr als 50 000 Kinder haben in den zurückliegenden 20 Semestern die Vorlesungen und Seminare besucht. Sechs Vorlesungen finden pro Semester statt, dazu genauso viele Seminare und einige Workshops.

Das neue Semester geht am Donnerstag, 14. Mai, mit der Vorlesung „Unsere Umwelt – meine Zukunft“ weiter. „Dabei geht es um die Frage, was jeder Einzelne tun kann, die Umwelt zu erhalten“, kündigt Brammer an, der auf die Resonanz „ganz gespannt“ ist.

Mehr Infos zur Kinder-Uni und zum Semesterprogramm; www.kinder-uni.uni-goettingen.de. (per)

Von Per Schröter

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