Kinder-Uni: Opern-Heldin Agrippina im Hörsaal

Kinder-Uni Göttingen: Thema zu den Händel-Festspielen war am Mittwoch im Hörsaal die Festspiel-Oper Agrippina – die Hauptakteure der Oper waren dabei, wie „Agrippina“ Ulrike Schneider (rechts). Foto: Schröter

Göttingen. Eine Vorlesung der ganz besonderen Art bekamen am Mittwoch die etwa 150 Teilnehmer der Göttinger Kinder-Uni geboten. Unter dem Titel „Hundsgemein und hinterhältig: Agrippina – eine Opern-Heldin?“ wurde der Versuch gestartet, ihnen die Oper der diesjährigen Internationalen Händel-Festspiele näher zu bringen.

Gab es je eine bösere Frau? Gab es je ein Herz, das härter war? Mit Fragen wie diesen über die gemeine und hinterhältige Titelheldin Agrippina beschäftigten sich die beiden Referenten Prof. Andreas Waczkat und Dr. Christine Hoppe vom Musikwissenschaftlichen Seminar der Georg-August-Universität.

Was sicher durchaus auch für Kinder hätte spannend aufbereitet werden können, wurde jedoch zu einem eher trockenen Vortrag, der nicht nur den jungen Zuhörern, sondern auch deren Eltern schnell große Fragezeichen in die Gesichter trieb.

Die Tatsache, dass Mezzosopranistin Ulrike Schneider, die die Titelrolle in Agrippina singt, und ihr musikalischer Begleiter Antonius Adamske eine knappe Stunde auf ihren Einsatz warten mussten und somit viel zu spät einen Eindruck von dem verschaffen konnten, worum es in der Vorlesung eigentlich hätte gehen sollen, setzte dem Ganzen noch die Krone auf. Und es sorgte dafür, dass gleich mehrere Eltern mit ihren Kindern vorzeitig den Hörsaal im Zentralen Hörsaalgebäude am Zentralcampus verließen.

„Mehr als zehn Jahre nach der Gründung der Kinder-Uni wollen wir auch einmal andere Wege gehen und suchen daher die Kooperation mit Institutionen wie dem Deutschen Theater, oder wie diesmal mit den Händel-Festspielen“, sagte Kinder-Uni-Projektleiter Peter Brammer.

Das ist sicher eine gute Idee, an deren kindgerechten Umsetzung jedoch noch gefeilt werden müsste. (per)

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