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Kinder mit Gewalt zum Essen gezwungen? Verdacht gegen zwei Betreuer einer Kinderkrippe

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Von: Raphael Digiacomo

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Kinder beim Mittagessen in einer Kindertagesstätte.
In Duderstadt bei Göttingen sollen Betreuer einer Kindertagesstätte Kinder mit Gewalt zum Essen gezwungen haben. Nun ermittelt die Polizei. (Symbolbild) © imago stock&people

Zwei Betreuer einer Krippe in Duderstadt sollen Kinder mit Gewalt zum Essen gezwungen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Misshandlung Schutzbefohlener.

Duderstadt – Die Staatsanwaltschaft Göttingen ermittelt gegen zwei Betreuer einer Kinderkrippe in Duderstadt im Kreis Göttingen. Wie die Justizbehörde am Montag (25.07.2022) mitteilte, sollen die Männer Kinder wiederholt zum Essen gezwungen haben, auch mit Gewalt. Der Vorwurf lautet: Die Erzieher sollen sich der Misshandlung Schutzbefohlener schuldig gemacht haben.

Die zwei Betreuer der Kindertagesstätte sollen mehrere Kinder beim Essen wiederholt festgehalten und sie zwanghaft gefüttert haben. Wer das Essen wieder ausspuckte, wurde von den Mitarbeitern wohl angeschrien und musste es erneut essen.

Zwei Betreuer einer Krippe in Duderstadt sollen Kinder mit Gewalt zum Essen gezwungen haben

Bereits Anfang Juli 2022 wurde den Angaben nach Anzeige bei der Polizei erstattet. Daraufhin hätten Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft umgehend Ermittlungen aufgenommen. Nähere Angaben zu den mutmaßlichen Tätern und Opfern machte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht, die Untersuchungen dauern an.

Die Katholische Pfarrgemeinde St. Georg in Duderstadt ist Träger der Kindertagesstätte Nesselröden. Wie ein Sprecher des Bistums Hildesheim am Montag mitteilte, seien die zwei betroffenen Mitarbeiter für die Dauer der Ermittlungen zunächst freigestellt worden.

Staatsanwaltschaft Göttingen ermittelt wegen Misshandlung Schutzbefohlener

„Wenn Vorwürfe im Raum stehen, muss den Vorwürfen nachgegangen werden“, sagte Bistumssprecher Volker Bauerfeld gegenüber RTL. „Zum Schutz aller Beteiligten warten wir das Ergebnis der Ermittlungen ab und können dann weiter darauf eingehen.“

Wir kooperieren mit den Behörden und hoffen auf eine baldige Klärung.

Sprecher des Bistums Hildesheim

„Wir kooperieren mit den Behörden und hoffen auf eine baldige Klärung“, so der Sprecher. Die Eltern der Kita-Kinder seien frühzeitig über die Vorwürfe informiert worden. Ab kommenden Montag geht die Einrichtung in eine dreiwöchige Sommerpause. (rdg, mit dpa-Material)

Immer wieder kommt es in kirchlichen Einrichtungen zu Skandalen, leider sind oftmals Kinder in die Vorfälle involviert. Papst Franziskus soll während einer Reise in Kanada im Sommer 2022 Wiedergutmachung für den Missbrauch tausender indigener Kinder in kirchlichen Schulen leisten.

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