Nacht der Kultur: King Kong und Sofas auf der Straße

Schöne Frau, starke Stimme:
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Schöne Frau, starke Stimme: Hanna Carlson aus Göttingen singt am Freitag in Göttingen bei der Nacht der Kultur, die ganz viel Kultur zum Vorbeischauen und umsonst bietet.

Göttingen. Kultur und Orte entdecken, das können Besucher am Freitagabend ganz zwanglos und quasi im Vorbeigehen bei der Göttinger Nacht der Kultur von 17 bis 24 Uhr.

Sofas auf der Jüdenstraße behindern den Verkehr – Nein, das ist keine Verkehrsmeldung, die besondere Vorsicht verlangt. Denn am Freitag dürfen und werden alte Sofas die Jüdenstraße während der „Nacht der Kultur“ zur „Chill-Lounge“ machen, wie Mitorganisatorin Beate Behrens lachend ankündigt. Die Pro-City-Geschäftsführerin ist begeistert von der Idee, auf den unsanierten, häßlichen Teil der Jüdenstraße schöne alte Sofas zu stellen

Klaus Faber

Und eine Pause dürfte für Langzeitbesucher der Göttinger Kult-Kulturnacht dringend nötig werden, denn das Programm das Klaus Faber und Beate Behrens zusammengestellt haben ist üppig. Und die Kulturorte sind wieder höchst unterschiedlich, vom Deutschen Theater über Geschäfte, Kneipen und Uni-Institute. In der ethnologischen Sammlung wird es spannend, wenn es dort mit der Taschenlampe auf Entdeckungsreise geht. „Das ist schon ein Klassiker, Teilnehmer sollten sich anmelden“, rät Behrens.

Dabei ist auch das Deutsche Theater: Dort wird „Der kleine Prinz“ gespielt. Auch bei Pipers in der Jüdenstraße werden DT-Schauspieler auftreten: Imme Beccard und Marie-Therese Fontheim bieten eine szenische Lesung. Die Stillen Hunde spielen eine Geschichte von kleinen Maulwurf in der Stadtbibliothek.

Auch die Filmkunst ist dabei: Zum 80. Geburtstag von King-Kong zeigt der Filmklub Sperrsitz „King Kong und die weiße Frau“ von 1933.

Bei der Musik reicht das von Klaus Faber wieder mit viel Liebe für die Vielfalt und Klasse zusammengestellte Programm von Klassik – natürlich mit dem Göttinger Symphonie-Orchester in der Johanniskirche über Chansons bis zu Jazz, Rock und Pop Punk – und diverse Crossover-Angebote. Zu hören sein wird aber auch Klezmer-Musik, Balkan-Jazz, Folk und Swing – wie mit der Göttingerin Hanna Carlson i

Beate Behrens

m Städtischen Museum.

Orientalisch geht es im Cafe Botanik mit Aladina zu, dort gibt es auch Reggae- und Soca-Musik. In Bremers Weinhandlung spielt das Smertin Trio Latin-Jazz

Geöffnet sind auch Galerien und Kirchen. Für die Vielfalt der Nacht der Kultur steht die Kirche St. Michael (Kurze Straße): Im Innenhof gibt es ab 18 Uhr einen Abend der Begegnung bei Musik und Wein, dann folgt der Abendgottesdienst, schließlich ab 20 Uhr wird mit Men At Walk gerockt.

Das Beste: Fast alles ist bei der Nacht der Kultur umsonst, nur für wenige Attraktionen wird Eintritt verlangt. „Das soll auch so bleiben“, sagte Beate Behrens, die nun auf gutes Wetter und natürlich viele Kultur-Bummler hofft. (tko)

• Programmhefte liegen in vielen Geschäften aus. Internet: www.procity.de

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