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Kirche im Landkreis Göttingen wird umgebaut und erhält einen Anbau

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Von: Bernd Schlegel

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Die Kirche St. Cosmas und Damian in Ebergötzen.
Die Kirche St. Cosmas und Damian in Ebergötzen wird innen umgebaut und bekommt einen Anbau: Das Projekt wurde jetzt offiziell vorgestellt. © Jeanine Rudat/nh

Die Kirche St. Cosmas und Damian in Ebergötzen wird umgebaut. Die Gemeinde im Landkreis Göttingen schafft einen Ort der Begegnung

Ebergötzen – Die Kirche St. Cosmas und Damian in Ebergötzen im Landkreis Göttingen erhält einen Anbau, der als Versammlungsort für alle Einwohner gedacht ist.

Im Jahr 2016 entstand die Idee, die eher kleine Kirche um einen Anbau zu erweitern. Weil es in Ebergötzen kein Gemeindehaus mehr gibt, fehlen Räume für größere Treffen, aber auch Sanitäranlagen und eine Küche. Mit dem Anbau wird dies alles geschaffen. Rund 85 Quadratmeter Fläche bietet der neue Gebäudeteil, der bewusst modern gehalten ist, so Architekt Gregor Bringmann.

Kleine Kirche in Ebergötzen erhält einen Anbau als Versammlungsort für alle Einwohner

„Mit diesem Bauprojekt öffnet sich die Kirche noch mehr ins Dorf hinein. Einmal rein äußerlich durch die lichte und transparente Bauweise: Durch die Fenster des Anbaus kann man auf der einen Seite bis ins Kirchenschiff sehen, von der anderen Seite hat man einen wunderschönen Blick vom Hügel aus über das Dorf und die Felder“, sagt Pastorin Wiebke Vielhauer.

Mit dem Projekt soll der Kirchberg zu einem zentralen Treffpunkt im Ort werden – zum Klönen, zur Chorprobe, zur Diskussion und für viele weitere Gelegenheiten. Damit ergänzt die Kirchengemeinde das Raumprogramm des Dorfgemeinschaftshauses um kleinere, kompaktere Räume.

Und so kann man beispielsweise erst seine Taufe im Gottesdienst feiern und dann anschließend im Anbau mit den Gästen speisen. „Kirche kann eben mehr als beten. Auch wenn wir das besonders gut können“, sagt Pastorin Vielhauer mit einem Augenzwinkern.

Umbau und Anbau der Kirche: Alles wird barrierefrei

Durch die ökologische Holzrahmenbauweise und viel Glas soll sich der Anbau aber dennoch harmonisch neben dem historischen Kirchengebäude einfügen. Durch mobile Trennwände können bis zu drei Räume einzeln genutzt werden. Dazu kommen eine Küche und eine Toilettenanlage. Zusätzlich wird auch die Kirche umgebaut. Beide Gebäude sind dann barrierefrei.

Der Kirchenvorstand der Gemeinde freut sich auf die neuen Räume, die dringend benötigt werden. „Allein für das Krippenspiel war es immer eine große Herausforderung“, sagen Heike Bodmann und Manuela Bringmann. „Teilweise hatten wir 42 Kinder als Schäfchen“, so die Ehrenamtlichen.

Und auch der Platz in der Kirche kann dann besser genutzt werden. Die Kirchenbänke werden durch flexibel aufstellbare Stühle ersetzt, die Orgel nach vorne versetzt, um mehr Plätze auf der Empore zu schaffen.

Durch die auch einzeln nutzbaren Räume innerhalb der Kirche und des Anbaus werden zudem Heizkosten gespart. Der Gemeindehausanbau kostet rund 413.000 Euro und wird vom Kirchenkreis Göttingen, der Landeskirche, dem Land Niedersachsen mit Erlösen aus Grundstücksverkäufen der Kirchengemeinde finanziert.

Gemeinde in Ebergötzen will Inneneinrichtung komplett aus Spenden und Kollekten finanzieren

Für die Inneneinrichtung sind etwa 12.400 Euro veranschlagt. Dieser Betrag soll komplett aus Kollekten und Spenden finanziert werden.

Für den Umbau des Kirchenraums mit der Orgel werden rund 285.000 Euro benötigt. Die Summe soll durch den Kirchenkreis Göttingen, die Landeskirche Hannovers und Eigenmittel der Kirchengemeinde, darunter auch Spenden und Kollekten, aufgebracht werden.

Für die Orgel fehlen nach aktuellem Stand noch etwa 16 600 Euro und für den Kircheninnenraum etwa 43.000 Euro. Das Richtfest für den Anbau ist im Herbst geplant, die Fertigstellung im Sommer kommenden Jahres. (Bernd Schlegel)

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