Rechtes Gedankengut bei Vorstandsmitgliedern der AfD sei nicht zu tolerieren

Klaas Otte verlässt AfD-Kreisvorstand

Göttingen. Die Alternative für Deutschland (AfD) im Landkreis Göttingen kommt nicht zur Ruhe: Nachdem erst kürzlich der Direktkandidat im Bundestagswahlkreis 53, Dirk Peter Harling aus Adelebsen, seinen Rückzug bekanntgegeben hatte, hat am Montag Klaas Otte seinen Rückzug aus dem Vorstand des Kreisverbandes Göttingen verkündet.

Er begründet den Entschluss damit, „dass im Vorstand des Kreisverbandes weiterhin Mitglieder aktiv sind, die wie Lars Steinke den Anschein erwecken, mit rechtem Gedankengut zu sympathisieren“.

Nach Aussage von Otte habe sich Steinke mehrfach „grenzwertig zu rechten Themen geäußert“.

Ende Juni war öffentlich – auch über das Internet-Angebot „Monsters of Göttingen“, Kritik an Steinke und dessen Nähe zu Rechtsradikalen geübt worden. Der stellvertretende AfD-Kreisvorsitzende soll auf seiner Facebook-Seite einschlägige, rechte Seiten mit „Gefällt mir“ markiert haben. Beispiele seien die völkische „Identitäre Bewegung Deutschlands“ und die rassistische Zeitschrift „Zuerst“. Steinke hatte dazu geäußert, er wolle über den „Gefällt-mir-Button“ über Neuigkeiten der jeweiligen Seiten informiert werden.

Klaas Otte jedenfalls will auch deshalb nicht mehr im Kreisvorstand mitarbeiten. Außerdem würde Steinke vom Vorsitzenden Matthias Hans geschützt, obwohl die Äußerungen Steinkes bekannt seien, klagt Klaas Otte in einer Pressemitteilung.

So würde Hans sogar behaupten, dass alle Mitglieder vom Vorstand geprüft worden seien. Otte selbst habe diese Ergebnisse eingefordert, sie aber nie erhalten. Otte bleibt Mitglied in der AfD, distanziert sich aber vom Vorstand und wird „die ganze Kraft dafür einsetzen, rechtes Gedankengut zu bekämpfen“. (tko)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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