Das gibt es zusammen in der Lokhalle

Klassische Musik, Ballett und Tanz: Das ist der Tanz der Schüler

Mit dabei: Tänzerinnen der Ballettschule Art la Danse. Die Choreografie der Veranstaltung hat Judith Kara.

Göttingen. Nur noch gut zwei Wochen sind es, bis in der Göttinger Lokhalle ein Musik- und Tanzprojekt der besonderen Art zu sehen und zu hören sein wird: Unter dem Titel „Sacre Du Printemps“ findet dort am Freitag und Samstag, 6. und 7. September, ein Festival für klassische Musik und modernen Tanz statt.

Akteure der Veranstaltung, in deren musikalischem Mittelpunkt neben der Namen gebenden Ballettmusik von Igor Strawinski auch Beethovens fünfte Sinfonie steht, sind neben dem Göttinger Symphonieorchester (GSO) und acht Ballettprofis auch Kinder und Jugendliche der Ballettschule Art La Danse sowie viele Mädchen und Jungen von Göttinger Schulen. Ein Teil von ihnen wird bei einem Aktionsnachmittag am Samstag mit dem GSO musizieren oder bei den Aufführungen auf einer von drei Bühnen zum Teil mitten im Publikum tanzen. Und die Nervosität steigt – nicht nur bei den Schülern.

Die Aufführungen „Sacre Du Printemps“ beginnen am Freitag und Samstag, 6. und 7. September um 19.45 Uhr. Jeweils um 18.45 Uhr gibt es eine Werkeinführung. Der Eintritt kostet je nach Sitzplatz zwischen neun und 34 Euro.

„Der Vorverkauf läuft sehr gut“, sagt Projektkoordinator Nils König. Für Freitag seien nur noch 250 Karten verfügbar, für Freitag 650. Göttinger Schulen können sich noch auf Freikarten für die beiden Aufführungen bewerben. „Allerdings sind nur noch für drei Klassen Karten verfügbar“, sagt König.

Der Aktionsnachmittag, bei dem sich alle beteiligten Schulen in der Lokhalle vorstellen, beginnt am Samstag um 15 Uhr. Der Eintritt dafür ist frei.

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.sacre-goettingen.de, Kartenvorverkauf unter anderem in der Tourist-Info, Tel. 0551/499 800.

„Nachdem wir jetzt fast ein halbes Jahr intensiv gearbeitet haben, liegt der spannendste Teil noch vor uns“, sagen GSO-Dirigent Christoph-Mathias Mueller, Choreographin Judith Kara von der Göttinger Ballettschule Art la Danse und Projekt-Koordinator Nils König unisono und meinen den Zeitpunkt, wenn alle Akteure in den drei Tagen vor den Aufführungen zum ersten Mal in der Lokhalle zusammen proben können. „Bislang habe ich entweder mit den Profis, mit meinen Ballettschülern oder den Kindern der Schulen geübt“, sagt Judith Kara. Erst in den vergangenen Tagen hätten Ballettschüler und Profis erstmals zusammen getanzt. Genug Platz, alle drei Gruppen miteinander tanzen zu lassen, gebe es nur in der Lokhalle.

Anders stellt sich die Situation bei den Musikern dar: „Die Schülerinnen und Schüler, die zum Teil erst seit einem halben Jahr ein Instrument lernen, üben mit ihren Lehrern in der Schule und jeden Tag zuhause“, sagt Christoph-Mathias Müller. Das Zusammenspiel mit den Profis müsse sehr behutsam geschehen, weil die Gefahr bestehe, dass bei den Kindern Frustration entsteht. „Als ich eine der gemeinsamen Übungsstunden geleitet habe, war ich deshalb umso überraschter, wie gut das schon klingt“, freut sich der GSO-Orchesterchef.

Die Herausforderung, vor der alle Beteiligten immer noch stehen, liegt nun darin, die unterschiedlichen Niveaus aller Akteure zusammenzubringen und – das ist absolut gewollt – sie voneinander lernen zu lassen. „Besonders wichtig ist es jetzt, die Schulklassen gut einzubetten, damit sie sich am Ende nicht verloren fühlen“, sagt Judith Kara. Genau wie Christoph-Mathias Müller ist sie sich aber sicher, dass das gelingen und dass die Veranstaltungen für die erwarteten 1500 Zuschauer pro Aufführung zu einem echten Erlebnis werden wird.

Von Per Schröter

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