Kleinplanet Ceres gibt Göttinger Forschern immer mehr Geheimnisse preis

Aufnahme vom Zwergplanet Ceres: Das Bild zeigt den Krater Occator. Er hat einen Durchmesser von 92 Kilometern und eine Tiefe von vier Kilometern. Foto: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/nh

Göttingen. Der Kleinplanet Ceres gibt immer mehr Geheimnisse preis. Dabei hilft das vom Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnenensystemforschung (MPS) entwickelte Kamerasystem.

Neueste Aufnahmen zeigen auf der Oberfläche des kleinen Planeten vor allem helle Flecken, die vermutlich auf Ablagerungen von Mineralien hinweisen. Nach Ansicht der Wissenschaftler deutet viel darauf hin, dass sich unterhalb der Oberfläche hart gefrorenes Eis befindet.

Die wissenschaftlich interessanten Gebiete liegen in einem 92 Kilometer großem Einschlagkrater, der den Namen Occator bekommen hat. Die Aufnahmen sprechen für geologische Aktivitäten in der jüngeren Vergangenheit.

Eine von den beteiligten Wissenschaftlern erstellte Karte des gesamten Zwergplaneten zeigt die Vielfalt der Oberfläche. Die Forscher konzentrieren sich dabei vor allem auf die Form und Verteilung der Einschlagkrater. Dr. Andreas Nathues, Leiter des Kamera-Teams am MPS: „Ceres hat weniger große Einschlagbecken als erwartet. Die Häufigkeit der kleineren Krater ist dagegen in Übereinstimmung mit den Erwartungen.“

Das Göttinger Kamerasystem lieferte beeindruckende Aufnahmen. Die beiden Kameras bauten die Göttinger in Zusammenarbeit mit dem Berliner Institut für Planetenforschung sowie dem Braunschweiger Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze.

Weltraummission Dawn

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa startete die Weltraummission vor neun Jahren, um mehr über die Entwicklung der Erde und anderer Planeten zu erfahren. Dazu steuerte die Raumsonde Dawn die Asteroiden Vesta und Ceres an. Die Umlaufbahnen dieser Kleinplaneten sind zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter zu finden.

Vor fünf Jahren erreichte die Raumsonde den Kleinplaneten Vesta und untersuchte ihn mehr als ein Jahr. Seit Dezember 2015 umkreist die Raumsonde den Zwergplaneten Ceres. Noch bis mindestens Ende Juni wird die Raumsonde Ceres untersuchen. (nix)

www.mps.mpg.de/de/Dawn

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