Yan Jüttner verziert mit Schülern Villa „wohlig“ und „unwohl“ vor der Paulinerkirche

Klimakunst auf Klimavilla

Kunst mit „Villa Wohlig“ und „Villa Unwohl“: Yan Jüttner nutzt die Holzhäuser, die zu den Klimaschutztagen vor der Paulinerkirche aufgestellt wurden, als Kunstprojekt und verziert sie zusammen mit Schülern des Otto-Hahn-Gymnasiums. Foto: Dittrich

Göttingen. Seit einigen Wochen stehen zwei Holzhütten vor der Göttinger Paulinerkirche – jetzt wurden sie zur Fläche für ein Kunstprojekt zum Thema Klimaschutz.

Ein bisschen riecht man die Farbe aus den Spraydosen, wenn man an der Paulinerkirche vorbeigeht. „Wir versuchen so umweltfreundlich wie möglich zu arbeiten“, versichert Yan Jüttner, freischaffender Künstler aus Göttingen. Aber ganz ohne Gestank geht es eben doch nicht.

Das Kunstprojekt entstand innerhalb eines Tages, berichtet Jüttner, während auf den Holzplatten ein Regenbogen, eine Wiese und hellblauer Himmel entstehen. Die Idee der sieben Jugendlichen vom Otto-Hahn-Gymnasium: Zwei Bilder nebeneinander, als Gegensatz. „Die Jugendlichen haben es Antibild genannt“, erklärt Jüttner. Zu sehen ist auf der einen Seite eine grüne, farbenfrohe Welt, während auf der anderen Seite schwarz und dunkelblau dominieren. Ein Kühlturm, Qualm und ein gelbes Zeichen für atomare Strahlung sind zu sehen. Beide Bilder verbindet ein Regenbogen – auf der dunklen Seite zerfällt er allerdings. „Alles hat seine zwei Seiten“, sagt Jüttner, „auch erneuerbare Energien sind nicht immer umweltfreundlich produziert.“

Die sieben Jugendlichen, die unter der Anleitung von Jüttner die Hütte verzieren, waren von ihren Kunstlehrern angesprochen worden. Am Donnerstag sollen genauso viele von der Heinrich-Böll-Schule kommen, die die zweite Holzhütte verzieren sollen. „Die Hütten sollen vielleicht auch noch wandern“, sagt Jüttner – als Werbung für Klima- und Umweltschutz.

Aufgestellt wurden die Holzhütten während der Klimaschutztage im Mai für eine Wette: Im Inneren wurden Eisblöcke eingeschlossen. Die „Villa Unwohl“ ist schlecht, die „Villa Wohlig“ gut isoliert. Die Besucher der Klimaschutztage sollten schätzen, wieviel von den Eisblöcken am Ende der Klimaschutztage noch übrig ist. (bdi)

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