Kommentar: Beim Busticket stimmt die Leistung nicht

Göttingen. Die Studenten der Uni Göttingen haben entschieden: Sie wollen Kultur. Das haben die Ergebnisse der Urwahlen am Freitag gezeigt. 53,3 Prozent der studentischen Wähler stimmten für den Fortbestand des Kulturtickets. Ein Kommentar.

Von Thomas Kopietz

Das Votum der Göttinger Studenten - immerhin fast 10 000 haben bei der Wahl mitgemacht - für das Kultur- und gegen das Bus-Ticket ist keine Entweder-Oder-Entscheidung, sondern eindeutig eine Rote Karte für das offerierte Busticket und seine eingeschränkte Leistung. Die Studenten haben nach dem Nutzen entschieden.

Das Kulturticket hat sich also bewährt, die Vergünstigungen die beim Eintritt zu vielen Veranstaltungen von Konzert bis Theater geboten werden, lohnen sich also aus der Sicht der Mehrheit im Vergleich zum gezahlten Beitrag.Das Bus-Ticket hat kaum Nutzen, wohl auch, weil es sich auf das Stadtgebiet beschränkt. Göttingen ist eine kleine, kompakte Stadt, in der Studierende vom Zentrum oder Bahnhof aus mit dem Fahrrad in 15 Minuten zu fast allen Studien- und Wohnortenorten gelangen können. Den Bus nutzen die meisten nur in Notzeiten, dann, wenn die Witterungsverhältnisse kein Radfahren zulassen. Aber selbst dann steigen sie lieber aufs - wenn vorhanden - Auto um oder gehen zu Fuß.

Prima für die Kulturschaffenden ist, dass es offensichtlich gelungen ist, das Interesse bei jungen Besuchern durch das Studenten-Kulturticket zu steigern. Schön auch, dass sich in den Theatern der Stadt immer mehr junge Gesichter im Zuschauerraum finden. Das ist eine gute Nachwuchsarbeit! tko@hna.de

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