Kommentar zum Forum Wissen: Millionen aus Berlin sind starkes Zeichen

Thomas Kopietz, Redakteur, Redaktionsleiter HNA, Göttingen.

Für das von Universität und Stadt geplante Museum Forum Wissen in Göttingen kommen fünf Millionen Euro vom Bund. Dazu ein Kommentar von Thomas Kopietz.

Das Geld aus Berlin für das Wissenschaftsmuseum in Göttingen ist mehr als nur eine erste kräftige Zuschussspritze. Die Unterstützung durch den Bund ist auch ein klares Zeichen in Richtung weitere Förderer, sei es von öffentlicher oder privater Seite: Das Projekt ist in seiner Konzeption einzigartig in Deutschland und zukunftsweisend.

Die Bewilligung der fünf Millionen Euro könnte auch als Initialzündung bezeichnet werden. Denn bisher hat die Universität die Planung zwar vorangetrieben und dabei nicht wenig Geld für Personal und eine Konzepterstellung in die Hand genommen.

Aber ohne deutliche Hilfe-Signale in finanzieller Form könnte das alles umsonst sein. Danach sieht es nun nicht mehr aus.

Dass das Geld nicht aus dem Wissenschaftsministerium, sondern aus der Städtebauförderung kommt, hat auch etwas Gutes: Der Antrag wurde von der Stadt Göttingen – natürlich in Abstimmung mit der Universität – gestellt. Eine Zusammenarbeit ist damit praktisch besiegelt. Uni und Stadt ziehen zusammen an einem Museumsstrang.

Und das entspricht der Philosophie von Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel, die eine Verzahnung von Uni und Stadt zum Wohle beider anstrebt, vorlebt und in Reden immer wieder betont.

Eine engere Kooperation von Universität und Stadt sehen freilich nicht alle Uni-Senatoren als zwingend notwendig an. Und ein Wissenschaftsmuseum in der Zoologie wird uniintern von einigen ebenfalls kritisch gesehen. Deshalb würde die Realisierung des Forum Wissen mit Hilfe externer Förderer auch die Position der Uni-Präsidentin intern stärken.

Grundsätzlich bleibt festzuhalten: Für Göttingen und die Region wäre das „Forum Wissen“ am Bahnhof auf jeden Fall ein Gewinn. tko@hna.de

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