Kommentar zu Frauen im Handwerk: Wandel im Kopf

HNA-Volontär Benedikt Dittrich.

Zu stark ist noch das alte Bild vom Handwerk: Muskulöse Klempner, die in Unterhemd und Blaumann die Heizungsrohre mit Gewalt zudrücken. Ein Kommentar von HNA-Volontär Benedikt Dittrich.

Der Dachdecker, der Mechaniker - Berufe, die Kraft, räumliches Denken und handwerkliches Geschick erfordern - nach antiquierten Klischees ist das Handwerk eine Männerdomäne. Was für ein Quatsch.

Das Handwerk ist wesentlich vielfältiger: Es gibt Zahntechniker, Optiker, Kfz-Mechatroniker und vieles mehr. Nicht jedes Handwerk braucht Muskelkraft, nicht jeder männliche Handwerker ist muskelbepackt. Wieso sollte eine Frau keine gute Tischlerin sein, nur weil sie weiblich ist?

Doch diese Frage muss sich nicht nur der Verbraucher stellen, sondern auch der Handwerksmeister im kleinen Familienbetrieb. Der, der ein gestörtes Betriebsklima fürchtet, wenn eine Frau in der Werkstatt steht. Der, der ein finanzielles Risiko fürchtet, weil eine Frau schwanger werden kann. Auch das Handwerk kann auf weibliche Fachkräfte bald nicht mehr verzichten, muss sich also anpassen.

Von Benedikt Dittrich

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