Kommentar zur Rauchentwöhnung: Reine Willenssache

Göttingen. Fremdeinwirkungen helfen nicht: Wer rauchen will, der raucht. Und wer aufhören will, der hört auf. Ein Kommentar von HNA-Redakteurin Melanie Triesch.

Rauchen ist gesundheitsschädlich, teuer - und es stinkt. Und dennoch rauchen Millionen von Menschen. Aber warum? Freude an selbstverletzendem Verhalten? Oder sind etwa alle Raucher potenzielle Selbstmörder, die einen langsamen, schleichenden Tod für sich gewählt haben? Wohl kaum. 

Die Antwort ist simpel: Sie rauchen, weil sie rauchen wollen!

Auch ich habe geraucht. Gern. Viel. Oft. Und klar – Suchtverhalten und körperlicher Entzug waren nach dem Aufhören vorhanden. Aber die eigentlichen Endgegner sind die Rituale, die antrainierten Gewohnheiten, Belohnungsmechanismen und sind wir mal ganz ehrlich: Die Bequemlichkeit.

Fangen dann noch Nicht-, oder Ex-Raucher damit an, negative Aspekte des Rauchens aufzuzählen, denken Raucher sofort an die Nachteile, die sie glauben, ohne Zigarette erleiden zu müssen: Kein Genuss, keine Freiheit, keine Geselligkeit, Angst vorm Entzug. 

Sofort ist das Verlangen nach der nächsten Zigarette wieder da und der Griff zur Packung schnell geschehen. 

Fremdeinwirkungen und Meinungen anderer helfen also nicht: Wer rauchen will, der raucht. Und wer aufhören will, der hört auf. 

Mir haben dabei ein Notfallplan, eine Motivationsliste und anfangs viele viele Kaugummis geholfen. Viel Erfolg und Kraft für alle, die es versuchen wollen. Einfach mal machen! 

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Rubriklistenbild: © Archiv/ Andreas Rother 

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