Größere Synergien und geringeres Risiko

Kommunale Rettungsleitstelle in Göttingen offiziell eingeweiht

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Viel Platz: Die neuen Arbeitsplätze für die Disponenten in der Kommunalen Rettungsleitstelle Göttingen.

Göttingen. Gearbeitet wurde in der neuen Kommunalen Rettungsleitstelle (KRL) Göttingen schon seit Dezember. Am Montag ist der Neubau auf dem Gelände der Göttinger Berufsfeuerwehr in der Breslauer Straße feierlich eingeweiht worden.

Die neue KRL vereinigt die zuvor separaten Rettungsleitstellen in Göttingen und Osterode. Mit der Kreisfusion Ende 2016 hat das aber nur bedingt zu tun. Die Planungen einer gemeinsamen Leitstelle reichen bis in das Jahr 2005 zurück. Die Gründe für die Zusammenlegung erläutert Thorsten Rath, seit 2011 Leiter der Integrierten Leitstelle Göttingen und nun Leiter der neuen KRL: „Es macht einfach Sinn, alles in einer Hand zu haben. So können wir Synergieeffekte nutzen.“

Besonders die Koordinierung der Einsätze soll durch die gemeinsame Zentrale erheblich vereinfacht werden. In den ersten fünf Wochen der gemeinsamen Arbeit hat das offenbar auch schon gut funktioniert. „Es greift alles von Anfang an ineinander“, sagte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler bei der offiziellen Eröffnung.

Die offizielle Eröffnung (von links): Dr. Martin Schäfer (leiter Berufsfeuerwehr), Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, Hans-Peter Suermann (Feuerwehr-Dezernent Stadt Göttingen), Lansdrat Bernhard Reuter durchschneiden das rote Band.

Ein weiterer wichtiger Grund für den Neubau war ein Platzproblem. In der 32 Jahre alten Göttinger Leitstelle war veraltete Technik verbaut, für eine Modernisierung aber zu wenig Raum. Das sieht in dem neuen Gebäude anders aus. Über gleich acht Telefon-Arbeitsplätze verfügt die Kommunale Rettungsleitstelle. Mit den fünf Mitarbeitern, die aus Osterode nach Göttingen kamen, ist damit auch gewährleistet, dass mehr als ein Notruf gleichzeitig bearbeitet werden kann.

Das war in der alten Leitstelle in Osterode ein Problem. Dort saß am Wochenende oder nachts oft nur ein Einsatzbearbeiter. Entsprechend erleichtert war Landrat Bernhard Reuter: „Es gab die Gefahr des Organisationsverschuldens. Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass dieses Risiko nicht mehr besteht.“

170 Feuerwehren und 17 Rettungswachen

Die neue Kommunale Rettungsleitstelle Göttingen ist für die Alarmierung, Lenkung und Führung aller Feuerwehren sowie der Rettungsdienste und weiterer Hilfsorganisationen im gesamten Landkreis Göttingen zuständig. Im Bereich Brandschutz betreut die Rettungsleitstelle eine Berufsfeuerwehr, 170 Freiwille Feuerwehren und sechs Werkfeuerwehren sowie zwei Feuerwehrtechnische Zentralen. Hinzu kommen fünf Ortsverbände des Technischen Hilfswerks. Im Rettungsdienst sind 17 Rettungswachen, 24 Rettungswagen, sechs Notarzteinsatzfahrzeuge, eine Hubschrauberstation und ein Notfallrettungshubschrauber angeschlossen.

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