130 km/h im Gespräch

Konferenz: Tempo-Limit und Section Control sollen A7 sicherer machen

In Österreich schon länger üblich: Bei „Section Control“ wird auf einem bestimmten Abschnitt die Durchschnittsgeschwindigkeit der Fahrzeuge ermittelt. Wer zu schnell unterwegs ist, wird geblitzt. Foto: dpa

Göttingen. Für den Abschnitt zwischen dem Dreieck Drammetal bei Göttingen und der hessischen Landesgrenze bei Kassel ist auf der Autobahn 7 ein generelles Tempo-Limit von maximal 130 km/h im Gespräch.

Das ist ein Ergebnis einer Konferenz zur Situation auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung im Göttinger Kreishaus. Vorteil der Begrenzung: Der Verkehr würde nach Ansicht von Experten aus dem Niedersächsischen Verkehrsministerium deutlich gleichmäßiger fließen. Ohnehin gelten in weiten Teilen des 26 Kilometer langen Autobahnabschnitts schon Tempo-Limits.

Hintergrund für das Treffen in Göttingen: In den vergangenen Wochen und Monaten gab es immer wieder schwere Unfälle, oft unter Beteiligung von Lastwagen. Dabei durchbrachen die Laster in mehreren Fällen auch die Mittelschutzplanken und blockierten damit gleich beide Fahrtrichtungen. Bei der Konferenz gab es deshalb die Idee, die Schutzplanken an mehreren Stellen zu verstärken, um dies zu verhindern.

Dazu ein Kommentar aus hessischer Sicht:

Wo bleibt Hessen?

Und ein Kommentar aus niedersächsischer Sicht:

Kommentar zur A7-Konferenz: Es bewegt sich was

Ein weiterer Ansatz, der am Mittwoch diskutiert wurde, ist die Verbesserung der Situation auf den Umleitungsstrecken der Autobahn: So könnten beispielsweise in Hann. Münden so genannte „Pförtner-Ampeln“ an den Ortseingängen aufgestellt werden. Sie schalten auf Rot, wenn der Verkehr in der Stadt vor dem Kollaps steht.

Göttingens Polizeipräsident Uwe Lührig kündigte an, dass der Schwerverkehr deutlich schärfer als bislang kontrolliert werden soll. So wollen die Beamten überprüfen, ob die Fahrer beispielsweise durch Handys abgelenkt werden.

Außerdem wurde ein Abschnitt der Autobahn 7 südlich von Göttingen für das System „Section Control“ (deutsch: Abschnittskontrolle) angemeldet. Dabei wird auf einer bestimmten Strecke die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Fahrzeugs ermittelt. Wer zwischen den Messpunkten zu schnell unterwegs ist, wird geblitzt.

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