Konzert hilft herzkranken Kindern und Eltern in der Region

Überzeugungstäterin: Heike Bauer aus Hardegsen spannt sich seit 17 Jahren vor den Karren von GEKKO, Göttinger Eltern kardiologischer Kinder Kontaktgruppe“ und bietet im Klinkum auch eine Sprechstunde für herzkranke Eltern und deren Kinder an. Auch das Kletter-Schiff im Wartebereich der Kinderkardiologie im Uni-Klinikum hat GEKKO angeschafft. Foto: Kopietz

Göttingen. 17 Jahre Hilfe und Unterstützung für herzkranke Kinder und deren Angehörige – das leistet der Elternverein GEKKO. Am Sonntag gibt es ein Benefizkonzert im DT.

GEKKO finanziert sich maßgeblich durch die Einnahmen eines Benefizkonzerts – und das findet am Sonntag ab 18 Uhr im Deutschen Theater statt.

GEKKO-Vorsitzende Heike Bauer hofft darauf, dass ab 18 Uhr beim Konzert der Big Band Presto des Musikvereins Wolbrechthausen kein Platz im schönen Theatersaal mehr frei ist. „Das war sonst immer so, aber da hatten wir den Samstagabend-Termin, der günstiger war – nun haben wir nur den Sonntag bekommen“, gibt Bauer zu Bedenken. Der Eintritt kostet 14 Euro. Presto verzichtet an diesem Abend auf die Gage. Das DT muss angemietet werden.

Mit dem Überschuss aus dem Kartenverkauf und den darüber hinaus willkommenen Spenden finanziert GEKKO, „Göttinger Eltern kardiologischer Kinder Kontaktgruppe“ die vielfältige und intensive Arbeit.

AlltAG im Uni-Klinikum

Wenn Heike Bauer über die Flure der Kinderklinik in der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) geht, dann kann sie eigentlich ein Dauer-Grüßen an den Tag legen: „Hallo, Frau Bauer, guten Tag, Frau Bauer, wie geht es ihnen?“, das ist immer wieder zu hören.

Seit 2000 ist Heike Bauer, die in Hardegsen (Kreis Northeim) wohnt, im Uni-Klinikum mit schöner Regelmäßigkeit unterwegs, zunächst als betroffene Mutter mit ihrem herzkranken Sohn, dann, nach der GEKKO-Gründung, als ehrenamtliche Helferin, die sogar eine Sprechstunde anbietet. Damals merkte sie schnell, was wichtig ist für die jungen Patienten und deren Angehörige: Zuneigung, Unterstützung, Ablenkung bis hin zu konkreter Hilfe in wichtigen Fragen zur Krankenversorgung.

„Die Patienten sind oft sehr lange und immer wieder hier in der Klinik, die Erkrankung des Herzens ist ja meist nicht heilbar, muss oft kontrolliert werden“, erklärt Bauer. „Deshalb ist die Atmosphäre wichtig, und dabei helfen wir.“

Konkret hat GEKKO dafür gesorgt, dass mit Maja Steinsiek eine Spiel-Therapeutin in der Kinder-Kardiologie-Station unterwegs ist. Sie fordert und fördert die Kinder, lenkt zum Beispiel Hanna (Name von der Redaktion geändert) gerade mit einer Partie „Skippo“ ab, während das Mädchen auf den Ruf zur Operation wartet. Hanna ist gut drauf, auch, weil sie jedes Match gewinnt.

Im Einsatz dank GEKKO ist auch Hella von Wedelstedt. Die Musiktherapeutin musiziert mit Patienten, sorgt für die passende Hintergrundmusik bei Therapien und motiviert zum Üben. „Musik ist ein so wichtiges Medium für viele Menschen, mit einer großen Wirkung“, sagt Heike Bauer, die immer wieder die Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Thomas Paul lobt. Der Direktor der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin fördert die Arbeit des Elternvereins. Ergebnis: Vieles ist unkompliziert und kann von GEKKO übernommen werden – ohne großen Verwaltungsaufwand.

So kann Heike Bauer den Wunsch von Spieltherapeutin Maja Steinsiek schnell erfüllen: Puppen sind verschwunden und es müssen dringend neue angeschafft werden. Denn Puppenwagen ohne Puppen bringen auch Herzkindern keinen Spaß.

Kontakt und Konzert

• Benefizkonzert für GEKKO, Deutsches Theater, Sonntag, 4. März, 18 Uhr; Karten kosten 14 Euro, erhältlich an der DT-Theaterkasse, im Info-Center Herzzentrum Uni-Klinikum, in der Tourist-Info, Altes Rathaus.

Kontakt: Heike Bauer, Tel. 05505/96347, gekko-herzkind@gmx.de; Spendenkonto:GEKKO, Kreissparkasse Hannover, Herzkind e.V. „GEKKO“, IBAN: DE47250501800011010113; BIC: SPKHDE2H

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