Überraschung mit Musik

Konzerte aus den Fenstern in der Göttinger Innenstadt

Aus der Mitarbeiterküche des Modegeschäftes Woggon heraus erfreuten die beiden Horn-Solisten Kathrin Duschmalé und Roman Gmür am Wilhelmsplatz die Passanten mit ihrer Musik.
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Aus der Mitarbeiterküche des Modegeschäftes Woggon heraus erfreuten die beiden Horn-Solisten Kathrin Duschmalé und Roman Gmür am Wilhelmsplatz die Passanten mit ihrer Musik.

Mit kurzen Fensterkonzerten haben am Samstag erneut Göttinger Künstlerinnen und Künstler die Innenstadtbesucher überrascht.

Göttingen – „Das ist eine tolle Idee“, sagt Passant Eberhard Vogelsack, während er der Musik von Kathrin Duschmalé und Roman Gmür lauscht, die am Wilhelmsplatz aus dem ersten Obergeschoss des Modegeschäftes Woggon erklingt. Dort stehen die beiden Horn-Solisten am geöffneten Fenster der Woggon-Mitarbeiterküche und genießen es sichtlich, endlich einmal wieder nach der langen Corona-bedingten Kulturdürre vor Publikum spielen zu dürfen – auch wenn sich die Zahl der Zuhörer doch eher in Grenzen hält.

„Das macht einen Riesenspaß“, schwärmte Singer-Songwriterin Christiane Grubitzsch, die bei Betten Heller am Kornmarkt und später bei der Buchhandlung Thalia als Teil des Duos Janusch und Harry zehnminütige Konzerte spielte. Zwar hätte sie sich im Vorfeld „etwas mehr Werbung“ für die Veranstaltung gewünscht. „Aber insgesamt ist das eine richtig tolle Idee“, so Grubitzsch.

„Man merkt, dass die Menschen kulturelle Veranstaltungen total vermissen und sich sofort umdrehen, wenn vor irgendwoher Musik ertönt“, sagte Betten Heller-Mitarbeiterin Bettina Grabitz. Bei der Fensterkonzert-Premiere zwei Wochen zuvor seien rund 50 Passanten stehengeblieben und hätten der Musik gelauscht. „Und auch wenn es diesmal etwas weniger gewesen seien, so sei die Stimmung vor dem Geschäft doch wieder „richtig gut“ gewesen. „Die ganze Aktion ist einfach großartig“, schwärmte Grabitz. Sie gebe Göttinger Künstlerinnen und Künstlern die Chance, sich endlich wieder dem Publikum zu präsentieren und rücke gleichzeitig den Einzelhandel wieder mehr in den Fokus.

Organisiert wird die Konzertreihe von Pro-City. „Mit den Fensterkonzerten nehmen wir eine charmante Idee auf, die schon in anderen Städten wie etwa in Oldenburg sehr erfolgreich war“, erläutert deren Geschäftsführerin Frederike Breyer. Es geht einfach darum, Besucherinnen und Besuchern der Innenstadt eine kleine Freude zu machen und eine Kostprobe der kulturellen Vielfalt zu geben, die Göttingen zu bieten hat. Die Fensterkonzerte seien aber nur eine von mehreren kleineren Aktionen, mit denen Pro-City die Aufenthaltsqualität in der Göttinger Innenstadt in den Sommermonaten steigern möchte. Richten sich die musikalischen Einlagen eher an die Erwachsenen, seien für Kinder während der Sommerferien drei Sandkisten zum Buddeln und Spielen in der Barfüßer Straße, dem Nikolaikirchhof und auf dem Marktplatz aufgestellt.

In einem Lagerraum im zweiten Obergeschoss von Betten Heller spielte das Duo Janusch und Harry ein zehnminütiges Konzert.

In zwei Wochen gehen die Fensterkonzerte dann in die dritte und letzte Runde. Am Samstag, 28. August wird dann um 11 Uhr, 12 Uhr und 13 Uhr für jeweils zehn Minuten Musik aus den oberen Stockwerken verschiedener Gebäude erklingen. „Wo genau und was es zu hören gibt, bleibt aber wieder eine Überraschung“, baut Frederike Breyer erneut auf die Entdeckerfreude der Innenstadt-Gäste.

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