Bei Einwohnerversammlung wurden Ergebnisse vorgestellt

Krebs: Keine erhöhte Rate in Groß Schneen

Bürgerversammlung: In der Aula der Carl-Friedrich-Gauß-Schule wurden die Ergebnisse zur Untersuchung der Krebs-Häufigkeit in einem Teil von Groß Schneen vorgestellt. Foto: Schlegel

Gross Schneen. In der Ortschaft Groß Schneen gibt es keine erhöhte Anzahl von Krebsfällen. Das ergab eine Untersuchung von Landes- und Kreisgesundheitsamt. Diese wurde am Montag in der Aula der Carl-Friedrich-Gauß-Schule vorgestellt. Über 200 Einwohner aus der Ortschaft waren bei der Veranstaltung dabei.

Im Herbst vergangenen Jahres war der Verdacht aufgekommen, dass durch den Lösungsmitteleinsatz in einer Firma bis 1999 verstärkt Krebsfälle in einem Teil der Ortschaft aufgetreten sind. Der Verdacht gegen die Firma hatte sich bereits als unbegründet erwiesen. Die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin ihre Ermittlungen eingestellt (wir berichteten).

Laut Landesgesundheitsamt, das den nordöstlichen Teil des Ortes in der Nähe der Lackier-Firma genau unter die Lupe genommen hat, wäre dort erst eine Zahl von 52 Krebsfällen so hoch, dass eine Auffälligkeit vorliegt. Tatsächlich haben die Mediziner nur 35 Krebsfälle festgestellt, eine völlig normale Häufigkeit. Selbst unter Hinzunahme von weiteren acht unklaren Fällen läge die erweiterte Fallzahl mit 43 deutlich unterhalb des Schwellenwertes, von dem an von einer statistischen Erhöhung gesprochen werden kann.

„Die Ende 2012 berichtete deutliche Krebshäufung basiert auf unzutreffenden Fallzuordnungen und Berechnungen“, heißt es in einem Fazit des Landesgesundheitsamtes. Die Behörden haben ihre Untersuchungen noch nicht endgültig abgeschlossen. Bis Ende Februar wollen sie noch mit weiteren betroffenen Familien ins Gespräch kommen, wenn diese noch nicht befragt wurden und die Krebsfälle in den vergangenen 15 Jahren aufgetreten sind.

Um an die genauen Daten zu möglichen Krebserkrankungen zu kommen, waren die Todesbescheinigungen sowie Informationsbögen der Betroffenen und eine Liste mit den aufgeführten mutmaßlichen Fällen abgeglichen worden. (bsc)

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