Pro City und ein Krippen-Sammler sorgen für tolle Einblicke in Geschäften und Läden

Krippen in 35 Schaufenstern

Freude an der Krippe: Eine gerahmte Kastenkrippe aus Böhmen zeigen von links Beate Behrens, Dagmar Loepthin vom Geigenladen und Claudia Botsch von Nota Bene. In der Göttinger Innenstadt stehen zurzeit 35 außergewöhnliche Krippen in den Schaufenstern von Geschäften. Foto: Kopietz

Göttingen. Das Tempo steigt: Immer schneller hasten die Menschen in der Vorweihnachtstagen durch die Stadt. Dabei ist doch die Langsamkeit viel besser, vor allem das Verweilen vor 35 Schaufenstern in der Göttinger Innenstadt. Dort sind momentan nicht nur Schnäppchen zu entdecken, sondern höchst unterschiedliche Krippen. Sie gehören zum „Göttinger Krippenweg“ und stammen aus dem Fundus des von Wolfgang Ziehe. Organisiert hat die Aktion Pro City.

Vor allem kleine Geschäfte haben das Angebot zu einer außergewöhnlichen und schönen Dekoration dankend angenommen. Dazu gehört auch der Musikalienhandlung Nota Bene in der Burgstraße.

Zunächst fällt die Krippe im Schaufenster des Geschäfts gar nicht auf. Doch auf den zweiten Blick erkennt der Betrachter des rechteckigen Kastens: Das ist eine Krippe. Eine Kastenkrippe aus Böhmen, eingefasst in einem Rahmen und gefertigt etwa im Jahr 1940.

Bestückt werden die Schaufenster mit Objekten aus der Sammlung des Göttingers Wolfgang Ziehe, der in zehn Jahren 250 Krippen, darunter auch sehr wertvolle, zusammengetragen hat. Für den Diakon der Kirchengemeinden St. Albani Göttingen und Bovenden bietet der Krippenweg in den Schaufenstern die Möglichkeit, „eine gute Werbung für die Kirche zu machen“. Gleichzeitig, kann er so einige seiner Krippen, die sonst in Kisten eingelagert sind, beim Gang durch die Stadt anschauen. Die Exponate in den Fenstern reichen von der Papier-, Salzteig- und Keramikkrippe über die Blechdosen- bis zur Baumstumpfkrippe.

„Wir schlagen mehrere Fliegen mit einer Klappe“, freut sich Pro-City-Geschäftsführerin Beate Behrens, die den Besuchern der Innenstadt rät, sich einfach einmal während der Einkaufstour Zeit für Schaufenster-Blicke zu nehmen. „Es gibt so viel zu entdecken, es sind tolle Krippen dabei.“

Auch für die Geschäftsinhaber sind die Krippen eine willkommene Hilfe: Die weihnachtliche Gestaltung der Schaufenster war so schon – wenigstens zum Teil – erledigt. Claudia Botsch von Nota Bene jedenfalls hat sofort mitgemacht und die Kastenkrippe aus Böhmen bekommen.

Die scheidende City-Managerin Behrens hat noch einen Geheimtipp: Der abendliche Spaziergang durch Göttingen ermöglicht den ruhigen, stressfreien Blick auf die Krippen von Wolfgang Ziehe. Der Krippenweg ist übrigens auch noch nach den Weihnachtsfeiertagen begehbar.(tko)

• Die Standorte der Krippen sind in der Broschüre Göttinger Weihnachtsmarkt zu finden, die im Internet unter www.procity.de zu finden und herunterladbar ist.

Von Thomas Kopietz

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