Treffs für Studierende

Künftige Lehrer: Göttinger Sommer-Schule am PC

Summer School: Sie muss für Lehramtsstudenten wegen der Corona-Krise in diesem Jahr am Computer stattffinden. Symbolbild: Thomas Frey/dpa
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Summer School: Sie muss für Lehramtsstudenten wegen der Corona-Krise in diesem Jahr am Computer stattfinden. (Symbolbild)

Sommerschulen – Summer Schools – für Studierende gehören zum festen Bestandteil in der vorlesungsfeien Zeit von Mitte Juli bis Mitte Oktober.

Göttingen – Wie aber laufen diese fachlich wie sozial wichtigen Treffen von jungen Studierenden aus aller Welt in Zeiten des Virus? Natürlich virtuell. Ein Beispiel ist der virtueller Austausch unter künftigen Lehrern der Uni Göttingen.

Dort läuft vom 16. bis 20. August die erste internationale Summer School für Lehramtsstudierende im Rahmen des DAAD-Projekts BEST Exchange.

BEST steht für „Brazilian, Belgian, Estonian, Swedish Teacher Exchange“ – Brasilien, Belgien, Estland, Schweden Lehrer Austausch. Partner sind die Unis Göttingen, Gent, Tartu und Uppsala sowie das Instituto Ivoti in Brasilien. Mehr als 30 Studierende und Lehrende aus diesen Unis nehmen teil. Sie treffen sich aber nicht wirklich, sondern in Zeiten der Corona-Pandemie mit Reisebeschränkungen online am Bildschirm zusammenkommen.

Ein ähnliches Format ist „Virtual Exchange for Future Teachers“. Virtueller Austausch, das bedeutet in diesem Fall, „digitale Instrumente für den Austausch mit einer Schulklasse im Ausland zu nutzen, um den Fachunterricht zu bereichern“, wie es heißt. Das funktioniert über Videokonferenzen sein, gemeinsame Lernplattform oder auch nur per E-Mail. Die Schüler diskutieren so Unterrichtsinhalte, um auch globale Themen wie Umweltschutz besser zu verstehen, ihre Fremdsprachenkompetenzen zu verbessern und den Horizont zu erweitern.

„Globale Kompetenzen sind eine Voraussetzung, um unsere moderne Welt zu verstehen, und die Schule muss diesem Umstand Rechnung tragen“, sagt Fabian Krengel, der zum Thema virtueller Austausch in der Fachdidaktik Englisch an der Uni Göttingen promoviert und einer der beiden Koordinatoren von BEST Exchange ist.

Der virtuelle Austausch sei auch schon vor Corona ein Thema gewesen. „Er hat aber durch die Pandemie, als Online-Kommunikation plötzlich Alltag wurde, an Bedeutung gewonnen“, ergänzt BEST-Koordinatorin Franziska Brinkmann, die auch sagt: „Online-Kommunikation ist zwar kein Ersatz für die physische Begegnung, aber eine Ergänzung zur Förderung vielfältiger Kompetenzen.“

Die Summer School der fünf genannten Unis verbindet Theorie und Praxis, bietet eine Online-Kennenlernwoche für die Teilnehmer und Vorträge von internationalen Experten. Zentraler Punkt ist die Entwicklung eines eigenen kleinen Austauschprojekts durch die Studierenden in internationalen Kleingruppen, das sie zum Abschluss präsentieren.

„Die Summer School richtet sich an Studierende aller Fächer“, erklärt die Professorin Susanne Schneider, Studiendekanin der Zentralen Wissenschaftlichen Einrichtung für Lehrer*innenbildung. Sie leitet mit Prof. Carola Surkamp aus der Englischdidaktik das Projekt BEST Exchange. Schneider betont den Wert der (Online-)Summer-School: „Studierende der Geistes- aber auch Naturwissenschaften können für ihren späteren Unterricht Gewinn aus den vermittelten Inhalten ziehen und ihren eigenen Unterricht hierdurch bereichern.“ Weitere Infos gibt es hier. (Thomas Kopietz)

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