Kulturbund will Baptistenkirche und Voigtschule nutzen

Göttingen. Göttingens Kulturschaffende kämpfen weiter um zwei Gebäude im Herzen der Stadt: Die Räume in der ehemalige Baptistenkirche und Voigtschule könnten nach Ansicht der Filmkunstfreunde und des frisch gegründeten Kulturverbundes Voigtschule die Situation für Künster und Publikum drastisch verbessern.

Für Klaus Wißmann vom Kulturverbund bietet sich der Stadt nun vielleicht die letzte Möglichkeit, ein großes, zentrales Kulturzentrum auf Privatinitiative ohne Folgekosten zu schaffen.

Diese Chance dürfe nicht fahrlässig versäumt werden“, sagt Wißmann und ruft öffentliche dazu auf, eine Petition im Internet zu unterzeichnen. Mehr als 330 Unterstützer haben das in den ersten Tagen bereits getan. Ein Verkauf der beiden Gebäude Bürgerstraße 13-15 an Investoren wäre nach Ansicht der Mitglieder von Kulturbund und Filmkunstfreunde die Chance auf eine Nutzung für Künstler und Kulturschaffende dahin.Dabei gibt es laut Wißmann in Göttingen Proberäume für Bands, Probebühnen, Unterrichtsräume und Veranstaltungsräume für die Musikbereiche Klassik, Jazz, Pop und Rock.

Auch Veranstaltungen mit 400 bis 800 Besuchern finden in Göttingen keinen Raum. Die Folge: Sie finden hier nicht statt, sondern wie der Wettbewerb Jugend musiziert in Northeim. Auch die einst im Cafe Kreuzberg beheimateten Feste wie Göttinger Liedermaching Festival und Folkfestival mussten nach Aufkauf und Wegfall der Kreuzberg-Räume am Kreuzbergring 3 wegfallen.

Die Nutzung von Baptistenkirche und Voigtschulewürden diesen Mangel beheben. Die alte Voigtschule bietet jetzt die einmalige Chance: Räume mit 25 bis 75 Quadratmeter Fläche sowie eine 200 Quadratmeter große Aula mit guter Akustik für 400 Besucher sind vorhanden – und das zentral am Wall zur sofortigen Nutzung, wie die der Kulturbund die Möglichkeiten in der des Ensembles in der Bürgerstraße beschreibt.

„Perfekte Lage, tolle Räume, grandiose Außenfläche, perfekte Verkehrsanbindung ans Straßennetz und den nahen Bahnhof sowie Busparkplätze“, sagt Klaus Wißmann, der auch an den Charakter der Häuser erinnert: Sie seien für Unterricht, Proben und Veranstaltungen errichtet worden. „Dafür sind sie bestens geeignet und müssen den Bürgern Göttingens erhalten bleiben.“

Göttingen habe die fantastische Chance mit dem Einrichten eines Kulturzentrums eine Spitzenposition als Oberzentrum zu erlangen und „sich weit über die Stadtgrenzen heinaus zu profilieren“.

Dafür und gegen den Einzug von Kanzleien setzte sich der Kulturbund ein.

Der Verein Filmkunstfreunde will auch in privater Trägerschaft ein Programmkino in den Gebäuden einrichten. Dafür wurden über 3000 Unterschriften gesammelt.

Von Thomas Kopietz

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